Sönke Bandixen, Chef der Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli, verlässt das Unternehmen per sofort. Die Trennung erfolgt in gegenseitigem Einvernehmen wegen unterschiedlicher Auffassung über die strategische Führung der Geschäfte. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Suche nach einem Nachfolger von Sönke Bandixen sei bereits eingeleitet worden. Verwaltungsrats-Präsident Klaus Oesch wird ad interim den Vorsitz der Geschäftsleitung übernehmen.
Die Trennung sei nicht auf einen Eklat zurückzuführen, sagte Oesch auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur AWP. Die Gründe für den Abgang Bandixens seien auch nicht in der Vergangenheit zu suchen, sondern lägen alleine bei Meinungsverschiedenheiten zur zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens. "Ich bin ein prinzipieller Gegner des Doppelmandats", so Oesch weiter. Deshalb hoffe er, dass schnell eine Nachfolge für Bandixen gefunden werden könne. Der Fokus bei der Suche liege auf einem externen Kandidaten. Eine interne Lösung zu finden sei für ein diversifiziertes Unternehmen dieser Grösse schwierig.
Orell Füssli hatte im vergangenen Jahr einen herben Gewinneinbruch erlitten. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen noch 15 Mio. Franken. Das sind 69 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) sackte gemäss dem provisorischen Abschluss um 62 Prozent auf 23 Mio. Fr. ab. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf 306 Mio. Franken. Der detaillierte Geschäftsabschluss wird am 8. April veröffentlicht. (sda)

