15.12.2006

Studie

Coop Online im Weihnachtsgeschäft top

Welche Produkte die Nachfrage im Netz treffen.

Welche Geschenke suchen Kunden kurz vor Weihnachten im Internet? Das Marktforschungsunternehmen ArgYou hat über 189 Millionen verschiedene Produkte unter die Lupe genommen und mit den Suchkriterien von über 20 grossen Suchmaschinen verglichen. Im Gespräch mit "persoenlich.com" sagt der Internet-Marktforscher Christoph Glauser, welche Produkte online derzeit die Nachfrage am besten treffen und welche Online-Shops ihre Produkte am besten auf die Kundenwünsche ausrichten.

Herr Glauser, Sie behaupten, dass Sie ziemlich genau prophezeien können, was dieses Jahr unter dem Weihnachtsbaum liegt. Wie machen Sie das?

Wir untersuchen die wichtigsten Anbieter und Shops im Detailhandel. Dann analysieren wir inhaltlich deren Produkte (das sind insgesamt über 200 Mio. Produkte). Diese verglichen wir jeweils mit verschiedenen Datenquellen von Suchmaschinen, um herauszufinden was bezüglich der angebotenen Produkte auch tatsächlich gesucht wird. Das gibt uns Anhaltspunkte darüber, was allenfalls am Schluss unter dem Weihnachtsbaum landen könnte. Natürlich gilt dies lediglich für diejenigen Leute, die im Internet noch kurz ein Geschenk suchen.

Was liegt dieses Jahr im Trend?

Dieses Jahr sind es Handys, Comuputer, DVDs, Wellnessferien, Blumen oder Dessous. Aufgefallen ist uns auch, dass im Internet Wein, Mode, Parfüm, Uhren und Gutscheine am besten beworben werden.

Viele Gegenstände wie Luxusgüter werden nicht im Internet verkauft...

Das stimmt. Globus beispielsweise hätte spannende Produkte. Nur kann man im Internet ausser Gutscheine nichts kaufen. Diese Anbieter vergeben grosse Chancen, bloss weil sie versuchen, die Konsumenten in den richtigen Laden zu locken. Das funktioniert aber nicht immer.

Haben sich im im Vergleich zu den Vorjahren die Präferenzen der Kunden verändert?

Ja, vor allem bei den elektronischen Gadgets sowie bei Wein uns Spirituosen. Die Geschenke sind auch teurer geworden. Das Portemonnaie der Konsumenten ist dieses Jahr besser gefüllt als in den Vorjahren, was sich auch auf den Online-Handel und auf die Nachfrage im Netz auswirkt. Weniger grosser Beliebtheit erfreuen sich Kosmetik- und Gourmet-Geschenke.

Wem nützen diese Erkenntnisse?

Vor allem den Marketing-Verantwortlichen von E-Shops. Aber auch den Konsumentinnen. Die erschrecken dann vielleicht nicht so sehr, wenn in diesem Jahr plötzlich Dessous oder ein neues Handy unter dem Baum liegen. Kinder dürfen sich freuen, weil Spielsachen aller Art wieder voll im Trend sind.


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