15.11.2009

Migros

Detailhändler fordert Procter & Gamble heraus

Migros will Exempel statuieren und der Marktdominanz von Gillette entgegentreten.

Die Migros setzt die empfohlene Preiserhöhung des Gillette-Herstellers Procter & Gamble nicht um. Ganz im Gegenteil: Der Detailhändler senkt den Preis. Ab Montag kosten die Klingen in den Migros-Läden gegenüber der Preisempfehlung des Herstellers fünf bis zehn Franken weniger, wie Migros am Sonntag mitteilte. Damit wehre sich die Migros "gegen die überhöhten Preisempfehlungen von Gillette".

Der Marktführer Procter & Gamble begründe die jährlich steigenden Kosten seiner Produkte mit hohen Ausgaben für Werbekampagnen, Produktentwicklungen und Promotionen, die das Wachstum des Unternehmens sicherstellen sollen. "Die Erhöhungen sind für uns nicht nachvollziehbar. Die Preise haben die Grenze des Erträglichen erreicht. Es entsteht der Eindruck, lediglich höhere Margen erzielen zu wollen", wird Alex Sieber, Leiter Food/Near food im Migros-Genossenschafts-Bund in der Mitteilung zitiert.

Bereits im August hatte die Migros eine Preiserhöhung nicht mitgemacht. Die Migros wolle ein Exempel statuieren und der Marktdominanz von Gillette entgegentreten. Die Preissenkung gehe voll zu Lasten der Migros, die durch tiefere Margen Einbussen "von mehreren Millionen Franken" in Kauf nehme.

"Wir sehen uns einmal mehr als Wegbereiter, damit unsere Kundinnen und Kunden von günstigeren Preisen profitieren können", so Alex Sieber. Ganz im Sinne von 'Ein M besser' biete die Migros das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Schweizer Detailhandel. Diese Preisreduktion sei eine weitere Bestätigung dafür.


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