Das Institut für Öffentliche Dienstleisungen und Touismus (IDT) der Universität St.Gallen hat durch eine Befragung festgestellt, welche Marken der alpinen schweizerischen Destinationen am besten in den Köpfen der Touristen verankert sind. Dazu wurden 500 Personen in der Deutschschweiz und Romandie und 1000 Personen in Deutschland telefonisch befragt.
Die Fragestellung lautetet: "Wenn Sie an die Schweiz denken -- z.B. im Zusammenhang mit Ferien oder aus anderen Gründen -- welche Schweizer alpinen Orte oder Regionen (Destinationen) sind Ihnen entweder bekannt durch einen eigenen Besuch oder vom Hörensagen?" In der Publikation "blickpunkte" des IDT präsentieren Thomas Bieger, Christian Laesser und robert Weinert die Ergebnisse der Befragung.
Das Wallis, das Berner Oberland und Graubünden bilden bei der Schweizer Befragung die Top-Erstnennungen. Gefolgt werden diese drei Regionen von den Ortsmarken Zermatt, Engadin und Davos. Auch bei den Top-Zweitnennungen dominieren das Wallis, das Berner Oberland und Graubünden/Bündnerland.
Die deutsche Befragung zeigt ein anderes Bild. St. Moritz, Davos und Zermatt bilden hier die drei meistgenannten Destinationen. Es folgen die drei Städte St. Gallen, Zürich und Bern obwohl nach alpinen Destinationen gefragt wurde. Auffallend ist, dass in der Schweiz zuerst die Regionen, in Deutschland die alpine Ortschaften dominieren. Es muss auch bemerkt werden, dass in Deutschland ganze 52 Prozent keine Nennungen geben konnten. In der Schweiz waren dies nur 8.2 Prozent.

Da die meisten Nennungen schwergewichtig auf eigenen Erfahrungen beruhten, schliessen die Studienautoren, dass die Bekanntheit einer Destination vor allem auf den eigenen Erfahrungen und weniger auf Promotionsmassnahmen beruhen. Es falle auch auf, dass vor allem Destinationen mit über zwei Millionen Logiernächten die Bekanntheitsliste dominieren.

