17.12.2004

Präsenz-Schweiz

Direktor fordert "Haus der Landeskommunikation"

Wegkommen vom Gärtchendenken.

In einem Interview mit der Berner Zeitung vom Freitag räumt Matyassy ein, dass seitens der Politik ein latentes Unbehagen nicht nur gegenüber Pro Helvetia herrsche -- jüngst wegen der umstrittenen Hirschhorn-Ausstellung in Paris --, sondern auch gegenüber anderen staatlich unterstützten Imageagenturen und Standortförderstellen.

Er begrüsse dehalb die Vorstösse der Wirtschaftskommissionen von National- und Ständerat, die eine Auslegeordnung über die ganzen Aktivitäten verlangen. "Meiner Ansicht nach braucht es aber nicht bloss eine Landeswerbung, sondern eine Landeskommunikation -- wie in einem Unternehmen", sagte Matyassy.

In diesem neuen Gebilde, diesem "Haus der Landeskommunikation", brauche es einen Überbau, eine Führung, welche für alle Akteure die Kommunikationsstrategie verbindlich festlege und durchsetzen könne. Heute sollte Präsenz Schweiz Drehscheibe und Koordinationsstelle für die verschiedenen Akteure sein, stosse aber oft an Grenzen.

Wegkommen vom Gärtchendenken

Innerhalb der einzelnen Sektoren ortet Matyassy Sparpotenzial. Bei der Wirtschaftsförderung etwa gebe es städtische, kantonale und regionale Förderung, hinzu kämen die Handelskammern, die vom Bund subventionierte Exportförderung Osec, die Standortpromotorin "Location Switzerland", Swiss Cheese, Swiss Wine und so weiter.

In den Bereichen Kultur und Tourismus seien ebenso viele Akteure tätig. "Da müsste man ansetzen." Bei den Lobbyverbänden müsste dazu grosse Überzeugungsarbeit geleistet werden, "die Organisationen müssen wegkommen vom Gärtchendenken, anders geht es nicht."


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