Dominique Locher, er verantwortet das Marketing und den Verkauf der Migros-Tochter LeShop.ch, gab dem Branchenmagazin W&V ein Interview. LeShop.ch habe das erste Halbjahr mit einem Rekordwachstum von 15 Prozent abgeschlossen und zählt neben Tesco in England zu den erfolgreichen Pionieren der Branche. Entsprechend interessiert verfolgt Locher daher den Start des neuen, virtuellen Lebensmittel-Marktplatzes von Amazon in Deutschland.
Der erste Testkauf habe Locher enttäuscht: "Ich habe eine typische LeShop-Bestellung bei Amazon gemacht und lasse die Ware an meinen Bruder schicken, der in Berlin lebt. Er erhält jetzt elf verschiedene Lieferungen, die zwischen dem 7. und 12. Juli ankommen. Ich musste schmunzeln, als ich das gelesen habe. Der Kunde möchte eine einzige Lieferung erhalten."
Den persönlichen Lieferservice hält Locher beim Lebensmittelverkauf über das Internet für unbedingt notwendig. Die meisten Anbieter, die sich bei Amazon tummeln, versenden ihre Ware, auch frische Produkte wie Salat, auf dem herkömmlichen Postweg. "Die Kunden brauchen die Lebensmittel für einen geplanten Einsatz und möchten genau wissen, wann sie geliefert werden", kritisiert Locher. "Hier geht es nicht um ein Harry-Potter-Buch, das irgendwann zwischen Montag und Mittwoch ankommen kann." Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von W&V.

