Die Drogeriemärkte bleiben nach den Ergebnissen der BRIGITTE KommunikationsAnalyse 2004 der wichtigste Einkaufsort für Kosmetik und Körperpflege. 18.79 Mio. Drogeriemarkt-Kundinnen -- 1.3 Mio mehr als vor zehn Jahren -- gaben an, zumindest eine von sechs Produktgruppen hauptsächlich hier einzukaufen. Andersherum betrachtet: Für durchschnittlich 3.8 von sechs Produktgruppen sind Drogeriemärkte der Haupteinkaufsort.
Über den grössten Kundinnenzuwachs der letzten zehn Jahre dürfen sich aber Discounter wie Aldi, Lidl und Penny freuen. Waren es 1994 noch 5.52 Mio. Frauen, die mindestens ein Kosmetik- oder Körperpflegeprodukt hauptsächlich hier einkauften, weist die neue Untersuchung schon 10.97 Mio. Kundinnen aus -- eine Steigerung um knapp 100 Prozent.
72 Prozent der Discounter-Kundinnen kaufen Körperpflegeprodukte wie Duschgels, Bäder und Seifen hauptsächlich hier, aber auch bei Haarpflegeprodukten (57 Prozent) und Sonnenschutzmitteln (52 Prozent) greifen immer mehr Frauen hauptsächlich zu den günstigen Angeboten der Billigketten und machen diese, hinter den Drogeriemärkten, Supermärkten und klassischen Parfümerien, zum viertwichtigsten Einkaufsort für Kosmetik und Körperpflege.
Gute Nachrichten hält die Untersuchung auch für die klassischen Parfümerien bereit. Sie werden für den Kauf von Düften immer wichtiger. Bei anderen Produktgruppen verlieren Parfümerien jedoch Käuferinnen an andere Einkaufsorte. Bei dekorativer Kosmetik und Gesichtspflegemitteln sind sie für nur 33 Prozent bzw. 20 Prozent der Parfümeriekäuferinnen Haupteinkaufsort, ein deutlich rückläufiger Trend! Andere Körper- und Haarpflegeprodukte sowie Sonnenschutzmittel werden gar von weniger als zehn Prozent der Parfümeriekundinnen hauptsächlich in der Parfümerie eingekauft.
Hauptleidtragende des Trends zu Drogeriemärkten und Discountern sind Kaufhäuser und Kosmetikdepots in Kaufhäusern, die in den vergangenen zehn Jahren 21Prozent bzw. 28 Prozent ihrer Kosmetik-Stammkundinnen an andere Einkaufsorte verloren. Wie bei den Parfümerien betrifft dieser Rückgang fast alle Produktgruppen ausser Düfte, wo sogar leichte Zuwächse zu verzeichnen sind.

