Das Swissair-Debakel fügt der Schweiz einen beträchtlichen Imageschaden zu. Dies haben Vertreter von economiesuisse und Präsenz Schweiz am Mittwoch übereinstimmend festgehalten. Der Imageschaden sei deshalb so gross, weil die Swissair an Geldproblemen gescheitert sei, sagte Peter Hutzli, Direktionsmitglied von economiesuisse am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Dieses Faktum sei von markanter symbolischer Bedeutung: Im Land der Banken gibt es finanzielle Probleme. Am Dienstag habe die Schweiz dem Ausland zudem ein völlig ungewohntes Bild geboten: In einem Land, dessen Transportmittel sonst zuverlässig seien, mussten Flugpassagiere mit ungültig gewordenen Tickets ein Hotelzimmer suchen.
Schwieriger Neustart für Crossair
Economiesuisse hätte eine Lösung ohne Unterbruch des Flugverkehrs bevorzugt, sagte Hutzli. Noch am Montagabend habe nach der Zerschlagung der Swissair eine solche Lösung greifbar geschienen. Bei ihrem Neustart werde die Crossair auf Misstrauen stossen, sagte Hutzli. Wann die Crossair die Folgen des Swissair-Debakels nicht mehr spüren werde, sei schwierig abzuschätzen. Die Folgen für die übrige Wirtschaft würden sich in Grenzen halten. Die Wirtschaft passe sich meistens sehr schnell an Unterbrüche im Luftverkehr an, weil diese regelmässig vorkämen.
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