10.11.2009

Swisscom

Einstieg in den Markt der elektronischen Bücher

Zeitungen und Bücher auf Handy lesbar.

Nach Amazon und Sony springt auch die Swisscom auf den Zug mit elektronischen Büchern und Zeitungen auf. Dafür spannt der Telekomkonzern mit den grössten Schweizer Verlagen zusammen, um deren Inhalte auch unterwegs verfügbar zu machen. "Wir glauben, dass elektronisches Lesen ein Zukunftsthema ist", sagte Mathias Kienholz, der bei der Swisscom für Geschäftsinnovationen zuständig ist, am Dienstag am Innovationstag der Swisscom in Ostermundigen. Der Schweizer Markt sei reif für eine Lösung, die den Kunden Schweizer Inhalte bringe.

Das bekannteste Lesegerät für elektronische Bücher und Zeitungen ist derzeit der Kindle des Onlinebuchhändlers Amazon. Dieser ist seit gut einem Monat auch in der Schweiz für 259 Dollar erhältlich. Die meisten Bücher sind aber nur auf Englisch verfügbar. Deutsche Bücher gibt es kaum. Überhaupt steckt der Markt für elektronische Bücher hierzulande noch in den Kinderschuhen. Während bei Ex Libris gemäss jüngsten Angaben rund 30'000 Bücher im Sortiment sind, sind es bei buch.ch gerade einmal knapp 13'000. Nur eine Handvoll Schweizer Zeitungen hat überhaupt einmal ein elektronisches Leseangebot getestet.

Dennoch ortet die Swisscom in dem Markt viel Potenzial. Amazons Kindle sei in den USA ein Verkaufserfolg, sagte Kienholz. Auch in der Schweiz sehe man, dass die Leute unterwegs auf dem iPhone auch längere Texte lesen würden. "Weil das vielversprechend ist, haben wir ein Projekt gestartet mit den grössten Schweizer Verlagen Tamedia, Edipresse, der NZZ-Gruppe, Ringier und der Buchhandlung Orell Füssli", sagte Kienholz. Ziel sei es, Anfang 2010 ein Pilotprojekt mit Testkunden zu starten. "Damit wollen wir die Kundenakzeptanz testen", sagte Kienholz. Später im Jahr solle dann über eine Markteinführung entschieden werden.

Neben einem eigenen Lesegerät, einem so genannten E-Reader, solle das Angebot aber auch unabhängig von einem bestimmten Gerät funktionieren. "Wenn ich das Gerät mal nicht dabei habe, kann ich ganz einfach auf dem iPhone oder irgendeinem Smartphone oder PC weiterlesen", sagte Kienholz. Denn alle Bücher, Texte und Artikel würden zentral gespeichert. Dadurch könne man von überall her auf die Inhalte zugreifen. Ein zeitraubendes Synchronisieren sei nicht nötig. (sda)


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