06.04.2010

Red Bull Music Academy

Energydrink-Hersteller fördert Musiktalente

Subtiles Marketing mit herausragenden Musikern aus der ganzen Welt.

Seit Jahren bringt die Red Bull Music Academy junge Musikschaffende aus aller Welt zusammen. In diesem Bereich setzt der österreichische Energy Drink Hersteller auf ganz subtiles Marketing und höchste Fachkompetenz. Sechzig von unabhängigen Musikexperten handverlesene Tüftler treffen sich jedes Jahr für zwei Wochen in einer Musikmetropole, um sich von absoluten Cracks der Branche bei Aufnahme und Komposition instruieren zu lassen. Bereits waren einige der wichtigsten Produzenten, Soundingenieure und bei der Academy zu Gast.

Warum? Weil sie den Austausch lieben. So sehr, dass sie sich vor den Teilnehmern der Academy viel mehr öffnen als in herkömmlichen Interviews. Bei der Red Bull Music Academy findet ein Austausch unter Gleichgesinnten statt. Oft begleiten die Cracks anschliessend noch ins Studio, nehmen mit ihnen Stücke auf und geben ihnen ganz konkrete Tipps.

Dieses Jahr fand die Veranstaltung, die inzwischen ziemlich grosse Ausmasse angenommen hat, Anfang Februar bis Mitte März in London statt. In einem vierstöckigen Haus in unmittelbarer Nähe der London Bridge taten sich die Teilnehmer - darunter der 25-jährige Solothurner Christoph Leuenberger alias Clinic - gemeinsam an den Instrumenten und Gerätschaften gütlich, tüftelten an Tracks und bewiesen sich an einer der vielen, vielen Academy-Veranstaltungen auf den Bühnen der Grossstadt.

In den Vorträgen des berüchtigten französischen Elektrokönigs Ed Banger, der englischen Sound System-Legende Aba Shant-I und des mysteriösen Detroit House-Produzenten Moodymann verbreitete sich das Wissen schneller als Schallwellen. Der englische Rap Antreiber Roots Manuva kommentierte: "In den härteren Zeiten in Brixton wünschte ich mir eine Situation wie diese hier."

In den Studios ging's zur Sache: Der dänische Elektro-Funkateer Robin "Braun" Hannibal, der australische Teilnehmer Ross McHenry und Manzilla, der umwerfende Drummer aus Neuseeland, kreierten einen sanft verschlungenen, langsamen Jam über den der Brasilianer Gabriel Nascimbeni und Katy B aus Grossbritannien eine zweisprachige Konversation sangen. Ross meinte nur: "Die Academy hat mir die Ohren für so vieles geöffnet." Ähnlich begeistert zeigten sich wahre Koryphäen wie Amy Winehouse Produzent Mark Ronson oder Jesse B., der Mann hinter Soul II Soul.

Die begleitenden Veranstaltungen in der ganzen Stadt bildeten ein wildes, abwechslungsreiches und höchst jetztzeitliches Abendprogramm - und jederzeit und überall stand logischerweise ein kühles Red Bull griffbereit. London steppte im einflussreichen Mega-Club Fabric zur erst dritten Brainfeeder Label-Night der Geschichte: Hauptact war der Academy Alumnus und aktuelle Dozent, der unnachahmliche Beat-Maestro Flying Lotus aus Los Angeles, zusammen mit dem 2010er Teilnehmer TOKiMONSTA.

In der Roller Disco der Academy schickten Moodymann und seine Soul Skaters tief fliegende Grooves in eine traumhafte Nacht, die so schnell niemand vergessen wird, der dabei war. Die südafrikanischen Teilnehmer J.Gomes und Master MP6-60 hielten zusammen mit B.Bravo aus den USA und mit panoramischen Grooves den Room Two im Gleiten.

Dank der Zusammenarbeit zwischen der Academy und der Institution der britischen Musikszene, dem New Musical Express (NME) war das Red Bull Music Academy Radio täglich von 10 Uhr bis Mitternacht auf Sendung. Die UK-Journalistin Emma Warren und ihr Team präsentierten Künstler wie den exzellenten Academy Abgänger Andrey Triana, der in einer Session live über den Äther sang und Gitarre spielte. Was im Radiostudio sonst noch abging kann man sich anhören, indem man auf rbmaradio.com nach "NME" sucht.

Erstmals in der 10-jährigen Geschichte der niemals zu altern scheinenden Academy erschien diesmal täglich eine Zeitung: IIn den "Daily Notes" brachten einige der feinsten jungen Musik-Journalisten den Londonern die musikalischen Geheimnisse ihrer Stadt näher und dachten über aktuelle Rhythmen nach. Auch die Website und den Youtube Channel der Academy füllten sie mit ständig mit neuem Video- und Textgut. So kann nachgeforscht werden, was die Jungtalente alles erleben durften, was die Gastreferenten alles erzählt haben, oder es kann geraten werden, wer von den Teilnehmern demnächst ganz gross rauskommt. Der Qualität der Demo-CD nach zu urteilen, die uns der Schweizer Teilnehmer Clinic zusteckte, ist er dafür ein ganz heisser Kandidat. Bis das geschieht, kann man seinen Mix-Künsten regelmässig im Berner Club Bonsoir lauschen. (ads)


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