18.10.2004

Erfolgsfaktoren für die IT-Governance

Nicht die absolute Höhe des IT-Budgets ist entscheidend für den Wertbeitrag der IT zum Unternehmenserfolg. Viel wichtiger ist es, knappe IT-Investitionen an den Unternehmenszielen auszurichten. So lautet das Ergebnis einer europäischen Studie von Deloitte, welche die Treiber für einen Erfolg bei der IT-Steuerung beschreibt.
Erfolgsfaktoren für die IT-Governance

Die Ausrichtung der IT-Investitionen an den Unternehmenszielen gewinnt vor dem Hintergrund des aktuellen Kostendrucks auf die IT zunehmende Bedeutung. Gleichzeitig ist für ein erfolgreiches IT Value Management die enge Einbindung des CIO in die Geschäftsstrategie erforderlich. Der CIO erhält die Rolle eines Vermittlers zwischen Geschäfts- und IT-Strategie. Die IT-Governance Struktur trägt wesentlich zu einer Wertschöpfung hinsichtlich der Unternehmensziele bei.

Im Rahmen einer europaweiten Untersuchung hat die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte festgestellt, welche Treiber für einen entsprechenden Erfolg bei der IT-Steuerung bedeutend sind. Die IT-Governance beschreibt im Wesentlichen die Prozesse und Strukturen zur Definition von Verantwortlichkeiten insbesondere zur Erreichung von IT-Entscheidungen. Zu beachten ist, dass es keine idealtypische IT-Regelung gibt. Sie sollte unter Berücksichtigung der jeweils spezifischen Geschäfts- und IT-Treiber des Unternehmens gestaltet sein.

Die Geschäftsführung identifiziert aus ihrer Sicht im Wesentlichen folgende Treiber: 1. Geschäftsumgebung, beispielsweise Produkte und Services, Kunden, Lieferanten; 2. Branchentrends, beispielsweise wirtschaftliche Situation, Wettbewerb, Technische Abhängigkeiten; 3. Geschäftsstrategie, beispielsweise Nischenanbieter, Kostenführerschaft, Monopolist: 4. Unternehmensorganisation beispielsweise operative Holding, strategische Holding, Finanzholding.

Die IT-Verantwortlichen definieren aus deren Sicht folgende Treiber: 1. Rolle der IT, beispielsweise zentral, dezentral, koordiniert; 2. IT-Konvergenz zum Geschäft beispielsweise hohe IT-Integration bei Banken; 3. IT-Einzigartigkeit beispielsweise interne Software-Entwicklung für spezifische Geschäftsdifferenzierende Prozesse; 4. IT-Sourcing beispielsweise Outsourcing der IT-Infrastruktur, Outtasking der Sprachkommunikation

Aus Sicht der IT-Governance ergeben sich folgende sechs Key Tasks für jeden CIO: 1. Leadership im Sinne übergreifender Ausrichtung der IT am Geschäft; 2. Planung der IT-Strategie auf Unternehmensebene; 3. Kapitalallokation; 4. Policies zur Definition von Standards und Richtlinien sowie Definition von Infrastruktur- und Anwendungs-Architekturen; 5. Koordination und Einhaltung vereinbarter IT-Standards; 6. Monitoring und Controlling.


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