15.12.2005

Studie

Erotische Werbung senkt Kaufinteresse der Frau

Markenwahrnehmung nimmt durch sexy Motive ab.

Lange Beine, pralle Brüste und knackiger Po bringen die Männer zum shoppen. Das Marktforschungsinstitut MediaAnalyzer hat in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass die Kaufabsicht der Männer durch Sex in der Werbung gesteigert wird. Im Gegenzug verringert sich jedoch das Kaufinteresse der Frauen. Der Wiedererkennungswert der Marke nimmt allerdings bei beiden Geschlechtern ab.

In der Studie wurden an 400 Männer und Frauen zehn aktuell laufende Printanzeigen auf ihre Wahrnehmung überprüft, fünf der Kampagnen enthielten sexuelle Bilder. Die Untersuchung gliederte sich in einen visuellen Test mit Hilfe des eigens entwickelten und patentierten AttentionTracking Tools mit anschließender Befragung. Durch diese Studie wurde bestätigt, dass Männer durch erotische Motive in der Werbung zum Kaufen von Konsumgütern motiviert werden. "Wenn die Kaufabsicht der Männer erhöht werden soll, muss Werbung erotische Motive enthalten. Dadurch verringert sich aber die Wiedererkennung der Marke. Das bedeutet, dass die Verwendung von sexuell motivierter Werbung nur Sinn für Firmen mit einer bereits gut etablierten Marke macht oder solche, bei denen die Wiedererkennung der Marke keine Rolle spielt", so Dr. Scheier, Geschäftsführer der MediaAnalyzer Software & Research GmbH.


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