25.01.2010

Werbevermarktung

EU-Kommission genehmigt Allianz

Gemeinsam gegen Google.

Die EU-Kommission hat grünes Licht für das Joint Venture der Vermarktungshäuser G+J Electronic Media Sales (EMS), IP Deutschland, Seven-One Media und Tomorrow Focus erteilt. Die vier Partner werden jetzt eine GmbH gründen, die die Online-Reichweiten der Vermarkter bündelt und spezielle Zielgruppenangebote an den Markt bringt. Jeder der Gesellschafter wird Teile seines Inventars durch das Joint Venture vermarkten lassen. An der Spitze wird Frank Herold, Online-Sales-Chef des RTL-Vermarkters IP Deutschland, stehen.

Ziel dieses Bündnisses ist es, gemeinsam mehr Schlagkraft zu entwickeln. Der Online-Werbemarkt steht derzeit unter einem hohen Konsolidierungsdruck. Nach Meinung von Experten können nur jene überleben, die entweder eine hohe Reichweite oder einen anderen USP vorzuweisen haben. Daher liegt es nahe, seine Kräfte zu bündeln. Zudem hoffen die Vermarkter, endlich ein stärkeres Gegengewicht zum Quasi-Monopolisten Google aufzubauen.

Neben der quantitativen Verbesserung durch die gebündelte Reichweite wollen sich die Vermarkter durch das Bündnis auch qualitativ steigern, wie der deutsche Branchendienst Horizont schreibt. So soll beispielsweise das Targeting-Know-how zusammengebracht und somit eine verfeinerte Aussteuerung von Kampagnen ermöglicht werden. Dieses Projekt könnte es ermöglichen, die in der Branche lang ersehnten Standards zu etablieren.


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