10.04.2007

Puma

Franzosen wollen Sportartikelhersteller kaufen

Zu PPR gehören bereits Gucci und Yves Saint Laurent.

Der französische Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) will den deutschen Sportartikelhersteller Puma kaufen. PPR bietet 330 Euro pro Puma- Aktie in bar. Damit kostet die Übernahme rund 5,6 Mrd. Euro. PPR will das Angebot über seine Tochtergesellschaft Sapardis abwickeln, wie diese bekannt gab.

Das Unternehmen habe sich zuvor mit den Puma-Hauptaktionären Günther und Daniela Herz und deren Beteiligungsgesellschaft Mayfair über den Kauf ihres Anteils geeinigt. Damit hat sich PPR bereits über einen Viertel der Puma-Aktien gesichert. Puma bestätigte die Angaben. Mayfair habe seinen Puma-Anteil von gut 25 Prozent bereits an Sapardis verkauft. Der Vollzug des Vertrags zwischen Mayfair und Sapardis stehe noch unter dem Vorbehalt der Kartellfreigabe.

Zu PPR gehören bereits Luxusmarken wie Gucci und Yves Saint Laurent. Die Holding Pinault-Printemps-Redoute ruht auf zwei Säulen: Einmal auf dem Luxussegment, zum anderen auf Handelsgruppen wie der Möbelgruppe Conforama oder der Elektromarktkette Fnac. Puma wird seit längerem als Übernahmekandidat gehandelt. Als Interessent galt unter anderem Weltmarktführer Nike. An der Börse wird Puma mit derzeit mehr als 5 Mrd. Euro bewertet.

Puma begrüsst Übernahmeangebot

Der deutsche Sportartikelhersteller Puma hat das Übernahmeangebot des französischen Luxusgüterkonzerns PPR begrüsst. Puma profitiere dadurch von einem finanzstarken Partner und von Luxusmarken wie Yves Saint Laurent und Gucci. PPR sei der "ideale Partner", erklärte Puma-Chef Jochen Zeitz am Dienstag in Herzogenaurach. PPR-Chef Francois-Henri Pinault versicherte, Puma werde ein "eigenständiges Unternehmen" bleiben.


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