Die deutschen Frauen sind gebildeter, unabhängiger und selbstständiger als je zuvor. Wie der TrendReport "Frauen" des ProSiebenSat.1 Vermarkters SevenOne Media zeigt, hat diese Entwicklung nicht nur Folgen für die Geburtenrate und Frauenerwerbstätigkeit, sondern auch für das Konsumverhalten. So sind Frauen nicht mehr nur die Hauptzielgruppe für Food, Kosmetik und Mode. Sie erobern zusätzlich neue, ehemals männlich dominierte Konsumbereiche.
Dass die speziellen Bedürfnisse von Frauen für die Wirtschaft immer wichtiger werden, zeigt sich gemäss TrendReport eindrucksvoll in der Branchendomäne der Männer, im Automobilmarkt. Denn beim Autokauf reden Frauen zunehmend mit oder kaufen sich ihre PKW selber. Das Marketing sollte sich deshalb in der Zukunft stärker auf die Kaufkriterien von Frauen einstellen. Denn da, wo Männer als Erstes unter die Motorhaube schauen und wissen wollen, wie schnell das Objekt ihrer Begierde ist, entscheiden Frauen rationaler. Sie fragen vorrangig Kriterien wie Umweltfreundlichkeit, Sicherheit oder Spritverbrauch ab.
Ähnliches gilt bei der Telekommunikation: Frauen pflegen eine weniger leidenschaftliche Beziehung zur Technik. Sie ist eher ein pragmatisches Mittel zur Bewältigung des Alltags und zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Für die Anbieter von Finanzdienstleistungen, also Banken, Versicherungen oder Fondsgesellschaften, stellen Frauen ein grosses, weitgehend noch unerschlossenes Potenzial dar.
Obwohl die meisten Frauen wissen, dass eine gezielte Finanzplanung für ihre Absicherung im Alter unerlässlich ist, hapert es an der Umsetzung. Aber auch dies wird sich ändern. Die jungen Frauen sind immer besser gebildet, häufiger berufstätig und verdienen mehr Geld. Damit wächst auch ihr Interesse an Finanzthemen. Allerdings wünschen sie auch hier Produkte, die auf ihre spezielle Lebenslage zugeschnitten sind.
Männer werden auch wichtige Zielgruppe in Frauenbranche
Der Stellenwert der Hausarbeit hat sich ebenfalls stark gewandelt. Sie wird heute weniger als Erfüllung, sondern vielmehr als Notwendigkeit betrachtet. So wundert es vor diesem Hintergrund nicht, dass Schnellreiniger und Convenience Food seit Jahren einen Siegeszug feiern. Für die Vermarktung von Alltagsprodukten wäre es deshalb gewinnbringend, diese Entwicklung auch in der Kommunikation umzusetzen.

