13.03.2005

Hotel-Klassifikation

GastroSuisse kritisiert hotelleriesuisse

Kleinsthotel-Kochmützen "unlogisch und inkonsequent".

Im "Krieg der Sterne" zwischen hotelleriesuisse und GastroSuisse bleiben die Fronten verhärtet. GastroSuisse bezeichnet die neue Klassifikation für Kleinsthotels von hotelleriesuisse als "unlogisch und inkonsequent".

"Wir sind enttäuscht", sagte GastroSuisse-Direktor Florian Hew in einem Interview mit der SonntagsZeitung. Hotelleriesuisse habe doch immer erklärt, dass es nur ein Klassifikationssystem geben dürfe. Nun würden kleine Hotels auf der Basis der Restauration statt der Übernachtung klassifiziert und mit Kochmützen bewertet. Das neue System, nach dem nur Betriebe mit maximal 15 Zimmer klassifiziert werden, ist laut hotelleriesuisse eine Reaktion auf die Pläne für eigene Sterne von GastroSuisse, dem Verband für Hotellerie und Restauration. Doch Hew sieht darin keine Lösung des Problems.

Zwischen Stuhl und Bank

Die grösseren Betriebe mit bis zu 50 Zimmern würden zwischen Stuhl und Bank fallen, sagte er weiter. Hotelleriesuisse klassifizierte bisher vor allem den Drei- bis Fünfstern-Bereich, der in der Schweiz 80 Prozent der Logiernächte generiert. Deshalb arbeitet GastroSuisse wie bereits seit längerem bekannt an einem eigenen System. "Wir werden voraussichtlich noch im ersten Halbjahr der Öffentlichkeit unsere Lösung präsentieren können", sagte Hew.


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