15.12.2003

Umfrage

GfS ermittelt den Inbegriff von Luxus

Sportwagen, teure Kleider und Kreuzfahrten führend.

Ein Sportwagen, teure Kleider oder eine Kreuzfahrt verkörpern für die Schweizerinnen und Schweizer Luxus. Immaterielle Dinge wie Freundschaft oder Liebe gehören für die meisten Leute dagegen nicht in diese Kategorie. 82 Prozent der Befragten nannten in einer repräsentativen Umfrage bei 1003 Schweizerinnen und Schweizern einen Sportwagen als Verkörperung von Luxus. Unter mehreren möglichen Antworten nannten deren 81 Prozent Haute-Couture-Kleidung und 76 Prozent eine Kreuzfahrt. Die vom GfS-Forschungsinstitut im Auftrag der Credit Suisse durchgeführte Umfrage ergab weiter, dass die Schweizerinnen und Schweizer immaterielle Werte wie Freundschaft oder Liebe nicht als Luxus betrachten. Nur 11 respektive 12 Prozent der Befragten bejahten dies, wie es in der neuesten Ausgabe des Credit-Suisse- Magazins "bulletin" heisst.

Lediglich 45 Prozent betrachten ein Eigentumshaus als Luxus. Dies ist insofern erstaunlich, als gemäss dem Bundesamt für Statistik im Jahr 2000 bloss 34.6 Prozent der Schweizer Bevölkerung über ein Eigenheim verfügt. Damit folgt ein Eigentumshaus an vierter Stelle der Umfrage. Danach kommen Freizeit (24 Prozent Nennungen), sauberes Wasser (22 Prozent), Kinder (21 Prozent) und Gesundheit (20 Prozent). An letzter Stelle, gleichauf mit der Freundschaft, folgt die AHV-Rente mit 11 Prozent.

Wer nun aber einen Sportwagen oder teure Kleider besitzt, sollte nach Ansicht einer Mehrheit der Befragten diskret damit umgehen. 47 Prozent waren eher der Meinung, Luxus solle im kleinen Kreis genossen werden. 15 Prozent sind dagegen eher der Ansicht, dieser dürfe nach aussen hin gezeigt werden. Nach der Wichtigkeit des Luxus in ihrem Leben befragt, gaben 20 Prozent auf einer Skala von 0 bis 10 den Wert 5 an. 25 Prozent nannten einen Wert über 5 und 48 Prozent einen solchen unter 5. Unter jenen Personen, in deren Leben Luxus eine eher grosse Rolle spielt, sind Personen mit höherer Bildung (32 Prozent), politisch rechts Stehende (30 Prozent) und Leute mit einem monatliche Haushaltseinkommen von mindestens 7000 Franken (30 Prozent) überdurchschnittlich stark vertreten.


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