Der Gotthard wird laut einem Bericht des Tages-Anzeigers (TA) in den nächsten Jahren leiden. Dies vor allem, weil bald der Neat-Basistunnel fertig erstellt sein wird und die Züge dann nicht mehr über die SBB-Bergstrecke fahren werden. Nun soll der Gotthard als Unesco-Weltkulturerbe anerkannt werden. Doch das Label genügt nicht, um die Unterhaltskosten für das Bauwerk zu rechtfertigen, so der TA. In Österreich haben ähnliche Erfahrungen gezeigt, dass das Label wirtschaftlich zu wenig bringt.
Eine Studie der Universität Bern schlägt nun vor, die touristischen Möglichkeiten der Bahnlinie und der Region darum herum besser zu nutzen. Die Studie wurde von der SBB und dem Kanton Uri in Auftrag gegeben. Laut Studie soll der Gotthard als Marke lanciert werden. "Erlebnisinszenierung" heisst das Zauberwort. Die Idee ist nicht neu. Gerade deshalb, so die Studie, müssen die angrenzenden Kantone gemeinsam auftreten und den Gotthard zusammen vermarkten. Die Studie schlägt eine Dachgesellschaft unter dem Namen "San Gottardo" vor.

