23.11.2006

Detailhandel

Gute Konjunktur treibt Weihnachtsgeschäft an

Luxusprodukte sind gefragt.

Das milde Wetter weckt kaum Weihnachtsstimmung. Dennoch klingeln die Kassen der Warenhäuser schon zu Beginn des Weihnachtsverkaufs. Und wie! Gefragt sind vor allem Luxusprodukte. "Bis jetzt läuft das Geschäft sehr gut", sagt Ernst Pfenninger, Mediensprecher der Globus-Gruppe. Die Verkäufe des Vorjahrs dürften übertroffen werden. Die Warenhaus-Kette Manor liegt sogar über dem Budget.

Auch im Zürcher Einkaufszentrum Glatt läufts rund: "Die Stimmung der Käufer ist gut", sagt Geschäftsführer Marcel Stoffel. "Die Kunden geben wieder Geld aus." Der Preis stehe nicht mehr im Vordergrund, die Konsumenten seien spendabler als in den letzten Jahren. Gefragt seien dieses Jahr vor allem Luxusprodukte im Lebensmittelbereich, bestätigt Globus-Sprecher Pfenninger. Aber auch bei trendiger Mode oder angesagten Accessoires "geht das Portemonnaie auf".

Branchenanalyst Patrick Hasenböhler von der Bank Sarasin sieht dafür mehrere Gründe: Zurzeit sei die Arbeitsmarktlage gut, was bei den Konsumenten das Sicherheitsgefühl stärke. Zudem seien auch in diesem Jahr hohe Bonuszahlungen zu erwarten, namentlich in der Finanbranche. Hasenböhler verweist auch auf die Börse, die in den vergangenen Wochen eine imposante Entwicklung an den Tag gelegt habe. "Es gibt also keinen Grund, weshalb das Luxussegment nicht von diesen Umständen profitieren soll", erklärt der Analyst.

Das Weihnachtsgeschäft entscheidet denn auch meist über gute oder schlechte Jahreszahlen. Im Manor an der Zürcher Bahnhofstrasse wird zwischen November und Dezember mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet, wie Direktor Thomas Bretscher sagt. Gleiches gilt laut Pfenninger für die Globus-Warenhäuser. Beim Spielwarengeschäft Franz Carl Weber sind es sogar rund 40 Prozent des Umsatzes vor Weihnachten. Im Glatt-Zentrum entfallen allein auf den Monat Dezember rund 15 Prozent der Verkäufe.


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