Die alpine Ski-Weltmeisterschaft 2003 sollte St. Moritz ins Wintersportgeschäft zurückbringen. Für Kurdirektor Hanspeter Danuser ist die Rechnung aufgegangen. Das Engadin wird seiner Ansicht nach jahrelang von der WM profitieren.
Für den St. Moritzer Kurdirektor Hanspeter Danuser fällt die Bilanz vor den beiden letzten Ski-WM-Rennen vom kommenden Wochenende positiv aus. Es sei eine traumhafte WM gewesen, sagte Danuser. Nicht zuletzt dank dem vorwiegend guten Wetter hätte sich St. Moritz von seiner besten Seite zeigen können.
In rund 400 Millionen Haushalte weltweit seien die Bilder aus dem Oberengadin übertragen worden, sagte Danuser auf Anfrage. Auch das Echo in den Printmedien sei deutlich über den Erwartungen. Und mit 150'000 Zuschauern vor Ort werde bis zum Ende der WM das gesteckte Ziel um 50 Prozent übertroffen. Natürlich sei die WM nicht wie in St. Anton (A) vor zwei Jahren ein eigentliches Volksfest gewesen. Dafür sei es zu keinerlei "Exzessen" gekommen. Und die rund 1200 Freiwilligen - laut Danuser die "heimlichen Weltmeister" - hätten dem mondänen Nobelkurort ein freundlicheres und menschlicheres Gesicht gegeben.
"Wir haben auf die richtige Strategie gesetzt", erklärte der Kurdirektor. Dank der WM sei St. Moritz wieder eine der führenden Wintersportdestinationen. Die Zeit, als der Ort vor allem wegen der Pferde- und Polorennen bekannt war, sei vorbei. "Wir haben viel investiert und viel gewonnen", so Danuser.
Hoffen auf den WM-Effekt
Eine Milliarde Franken wurde in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Ski-WM in Bergbahnanlagen, in die Hotellerie und Gastronomie sowie in den Wohnungsbau investiert. Laut Danuser hat es sich gelohnt: "Der WM-Impuls wird kommen - nicht nur für St. Moritz, sondern für die ganze Talschaft."

