27.09.2007

Studie

Handy-Besitzer sind ihrem Anbieter treu

Nutzung des Mobiltelefons in Zahlen.

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat das Institut M.I.S Trend mit der Durchführung einer Studie beauftragt, um zu ermitteln, wie gut die Bevölkerung mit Mobiltelefonen versorgt ist, welche Konsumgewohnheiten die Nutzer haben und wie zufrieden sie sind.

Die Handy-Besitzer sind ihrem Anbieter treu, da drei Viertel noch nie den Anbieter gewechselt haben und nur ein Drittel die Angebote mindestens einmal jährlich vergleicht. Die Kundentreue nimmt mit dem Alter zu: 21 Prozent der unter 30-Jährigen haben mindestens zweimal den Anbieter gewechselt. Von den Personen, die ihr Handy sehr viel benutzen, haben 21 Prozent schon mindestens dreimal den Anbieter gewechselt.

Die Zahl der Personen, die mindestens einmal jährlich die Angebote vergleichen, ist höher als die Zahl der Personen, die tatsächlich Anbieter wechseln (32 Prozent vs. 28 Prozent). Da diese Anteile aber ähnlich hoch sind, lässt sich laut Studienautoren daraus schliessen, dass ein Viertel bis ein Drittel der Personen, die ein privates Mobiltelefon haben, offen für neue Preisangebote oder spezielle Dienstleistungen ist.

Männer mit höheren monatlichen Ausgaben

Die durchschnittlichen, monatlichen Ausgaben für die Mobiltelefonie betragen 62 Franken. Männer geben mehr als Frauen aus (69 vs. 56 Franken), und die Westschweizer bezahlen im Vergleich zu den Deutschschweizern und den Tessinern am meisten (74 vs. 57 bzw. 69 Franken). Die Studie bringt zudem regionale Unterschiede ans Licht: So verfügt im Tessin ein Drittel der Haushalte über kein Mobiltelefon, in der restlichen Schweiz hingegen nur ein Fünftel.

Die Westschweizer benützen das Handy am meisten (durchschnittlich 21 Anrufe pro Woche vs. 15 bei den Deutschschweizern), wechseln am häufigsten den Anbieter (36 Prozent der Westschweizer haben mindestens einmal gewechselt vs. 24 Prozent der Deutschschweizer und der Tessiner) und achten am meisten auf attraktive Bedingungen für den Bezug eines Handys.

Individuelle Versorgung der Jugendlichen zwischen 8 und 14 Jahren

49 Prozent der 8- bis 14-Jährigen haben ein eigenes Handy, und weitere 3 Prozent teilen es mit einem anderen Familienmitglied. In der Westschweiz sind es insgesamt 58 Prozent, im Tessin nur 41 Prozent. Die Versorgung ist umso besser, je grösser der Wohnort ist: In Städten mit mehr als 100'000 Einwohnern verfügen drei von fünf Jugendlichen über ein Mobiltelefon. Schliesslich sind die Mädchen besser als die Jungen mit Handys versorgt (58 Prozent vs. 46 Prozent).

Gründe für den Kauf eines Mobiltelefons

Die Befragten gaben vor allem drei drei Gründe für den Erwerb eines Handys an: 63 Prozent wollen jederzeit und überall erreichbar sein, 55 Prozent wollen jederzeit und überall telefonieren können und 33 Prozent wollen in Notsituationen Hilfe anfordern können. Hinzu kommen andere Begründungen, die aber weniger wichtig sind, z.B. die leichtere Organisation des Familienlebens oder des Berufslebens (19 Prozent bzw. 13 Prozent). Die anderen Funktionen der Mobiltelefonie machen weniger als 10 Prozent aus (SMS, Adressverzeichnis, Spiele, Musik, Internet) und sind offenbar kein wichtiger Grund für den Kauf eines Mobiltelefons.

(Grafiken: M.I.S Trend)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen