Die Aktien des Bekleidungseinzelhändlers Vögele haben am Dienstag deutlich schwächer notier. Bis gegen Mittag brach der Titel um über 5 Prozent ein. Trotz Umsatzzahlen im Rahmen der Erwartungen enttäuschte die Profitabilität. Obwohl Vögele im Vergleich zum unbefriedigenden ersten Semester des vergangenen Jahres auf allen Ebenen klar zuzulegen vermochte, hatten sich die Börsianer insbesondere bezüglich Rentabilität klar mehr erhofft. Vögele verfehlte denn auch die Prognosen aller Analysten vom EBITDA an abwärts deutlich.
Als Gründe dafür werden insbesondere die höheren Kosten identifiziert. Der Werbeaufwand liege mit 59,8 Mio. Fr. um "satte" 18 Prozent über dem Vorjahr, schreibt die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Auch Sal.Oppenheim moniert die über den Erwartungen ausgefallenen Marketing- und Expansionskosten. Enttäuscht zeigt sich die ZKB auch von der Umsatzentwicklung in den Hauptmärkten Schweiz und Deutschland. Positiv wird dagegen die Umsatzzunahme von 20 Prozent in Belgien/Niederlanden sowie das Festhalten am bisherigen Ausblick bewertet.
Vögele steigerte den Umsatz im Halbjahr um 7,1 Prozent auf 672 Mio. Franken. Der Gewinn stieg um 69 Prozent auf 23 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 44 Prozent auf 38 Mio. Franken. In der Schweiz steigerte Vögele den Nettoumsatz um 2 Prozent auf 222 Mio. Franken.

