Der Verband Hotelleriesuisse kritisiert die steigende Anzahl kommerzieller Vermietungen von Privatzimmern und -wohnungen im Tourismus und die damit verbundenen Online-Vermittlungsportale. In einem Schreiben werden betroffene Behörden und Verbände aufgefordert, dazu bis Mitte Dezember Stellung zu nehmen.
Manuel Staub, Leiter Kommunikation bei Hotelleriesuisse, bestätigte am Montag auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Sonntagspresse. Je nach Betroffenheit werde ein Round Table einberufen, sagte Staub. Nach vor einigen Monaten gab sich Hotelleriesuisse gelassen bezüglich der Online-Plattform Airbnb für private Zimmervermietung. Hotelleriesuisse habe die Entwicklung inzwischen laufend beobachtet, betonte Staub. Dabei seien vermehrt Rückmeldungen von Hoteliers eingegangen und ausserdem breiteten sich entsprechende Angebote im nahen Ausland rasch aus. Daher sei es für den Verband wichtiger geworden, frühzeitig zu reagieren und gleich lange Spiesse einzufordern.
Die Sonntagspresse hatte berichtet, dass auch in der Schweiz immer mehr Vermieter und Touristen den Online-Vermittler-Service von Airbnb in Anspruch nehmen. Laut dem Schreiben von Hotelleriesuisse ist die Mehrheit der rund 2'000 Anbieter in der Schweiz vermutlich selbst Mieter der angebotenen Unterkünfte und befindet sich damit rechtlich in einer Grauzone, da es keine Bewilligungspflicht für diese Art der Beherbergung gebe.
Airbnb-Gastgeber sollten ebenso Mehrwertsteuer und Kurtaxen zahlen müssen. Zudem bemängeln die Hoteliers, dass Sicherheitsstandards z.B. beim Brandschutz fehlten. (sda)

