24.11.2003

EU

Immer mehr Produktfälschungen im Umlauf

Handy-Fälscher haben Konjunktur.

Marken- und Produktpiraterie wird in der EU ein immer grösseres Problem. Im 2002 wurden an den EU-Aussengrenzen fast 85 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt, im ersten Halbjahr 2003 waren es bereits 50 Millionen, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Im Gegensatz zu früher beschränken sich die Raubkopien nicht mehr auf Luxusgüter. Immer mehr Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Mobiltelefone, Akkus, Kinderspielzeug, Autoteile und sogar Medikamente werden gefälscht.

Produkte des täglichen Bedarfs

"Diese Produkte sind jedoch gefährlich, denn nichts garantiert, dass sie den Sicherheitsnormen entsprechen", warnte der für Zollfragen zuständige EU-Kommissar Frits Bolkestein. Offensichtlich haben im Vorjahr auch die Zigarettenfälschungen deutlich zugenommen. Ausdrücklich warnt die EU auch vor gefälschten Handys, deren Akkus explodierten. Ein deutlicher Rückgang wurden bei Raubkopien von CDs, DVDs, und Kassetten verzeichnet. Wurden 2001 noch 40 Millionen Raubkopien beschlagnahmt, waren es im Vorjahr nur noch 12 Millionen. Immer mehr verbreitet werden dagegen gefälschte Handys. Ihr Anteil stieg zwischen 2000 und 2002 sogar um 503 Prozent. Im selben Zeitraum wurden auch doppelt so viele Modeprodukte wie Gürtel, Brillen und Handtaschen beschlagnahmt.

Neue Vertriebsmethoden


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