Der niederländische Bierbrauer Heineken hat trotz eines deutlichen Gewinnwachstums im ersten Halbjahr einumfangreiches Sparprogramm eingeleitet. Betroffen ist auch Heineken Schweiz: Seit Anfang Jahr wurden 31 Stellen abgebaut. Darunter sei es "vereinzelt zu Entlassungen gekommen", sagte Eva Baltisberger, Sprecherin von Heineken Schweiz, am Dienstag auf Anfrage. Ob ein Sozialplan besteht, wollte sie nicht kommentieren. Insgesamt beschäftigt Heineken Schweiz rund 700 Personen.
Vom Stellenabbau sind auch Kader betroffen. Der Abgang von Personalchef Werner Koller -- wie von der "SonntagsZeitung" berichtet -- habe mit der Restrukturierung jedoch nichts zu tun, hiess es in einer Heineken-Mitteilung. Dieser sei in "gegenseitigem Einvernehmen" geschehen, hiess es ohne Angabe von Gründen.
Heineken Switzerland müsse indes im Rahmen der gesamten Heineken-Gruppe Fixkosten reduzieren, hiess es weiter. Dabei werden die regionalen Servicestellen zu einem Kundenservice-Center in Winterthur zusammengeführt.
Die Anzahl der Verkaufseinheiten in der Zentral- und Ostschweiz seien kürzlich reduziert und in die verbleibenden integriert worden. Dies sei im Verlaufe des Jahres auch mit einer Westschweizer Einheit geplant. Zudem würden regional organisierte Logistikaufgaben in die Verkaufsorganisation eingebunden.
in weiterer Stellenabbau sei derzeit nicht vorgesehen, sagte Baltisberger weiter. Heineken bewege sich aber in einem schrumpfenden und sehr wettbewerbsintensiven Schweizer Biermarkt. Dabei sei man "ständig daran, neue Wege zu finden, um Bierverkäufe zu steigern und Kosten zu senken", hiess es.

