Der US-Aktionärsvertreter ISS stellt sich bei der Generalversammlung des Werbevermittlers Publigroupe hinter die Anträge des britischen Hedgefonds Laxey. Dieser fordert die Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung von 5 Prozent ("persoenlich.com" berichtete).
ISS unterstütze klar den Grundsatz "Eine Aktie, eine Stimme", teilte Institutional Shareholder Service (ISS) in einer kürzlich veröffentlichten Handlungsempfehlung an die Aktionäre anlässlich der Publigroupe-GV vom 30. April mit. Vorkehrungen gegen Übernahmen wie Stimmrechtsbeschränkungen dienten als Hürde, um ineffiziente Manager und Verwaltungsräte vor einer Auswechslung zu bewahren.
Publigroupe hatte sich vor einer Woche gegen eine Abschaffung der Stimmbegrenzung ausgesprochen. Als Grund nannte die Lausanner Firma, dass die Unabhängigkeit ein zentrales Element für den Unternehmenserfolg sei. Ein stabiles und diversifiziertes Aktionariat sei deshalb für Publigroupe von grosser Bedeutung. Laxey, die unter anderem auch bei Implenia Grossaktionär ist, hält gemäss letzten Angaben seit Februar 4,98 Prozent an Publigroupe. (sda)

