Mehr als ein Drittel (38 Prozent) aller Autofahrer in Amerika und Europa wünscht sich ein Auto mit Allradantrieb. Das ergab eine im Auftrag von MAGNA STEYR im zweiten Halbjahr 2002 unter Autofahrern, Automobilherstellern und führenden Meinungsbildnern (Fachjournalisten) durchgeführte Studie zum Thema "Wieviel Allrad braucht der Markt?".
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit besteht jedoch, vor allem in Europa, ein erheblicher Unterschied. Während im Vorjahr in den NAFTA-Staaten (ebenso wie in Japan) immerhin rund 22 Prozent all Fahrzeuge mit Allradantrieb produziert wurden, waren es in Westeuropa nur 5 Prozent. Dem tatsächlichen Allrad-Anteil von durchschnittlich rund 17 Prozent steht somit der Wunsch von durchschnittlich 38 Prozent aller Autofahrer nach einem Allradfahrzeug gegenüber.
Nach der Studie ist die Allrad-Begehrlichkeit in den USA doppelt so hoch wie in Europa. In Amerika wünscht sich mehr als die Hälfte der Autofahrerinnen und Autofahrer ein allradgetriebenes Fahrzeug (51 Prozent Frauen, 55 Prozent Männer), in Europa rund ein Viertel (27 Prozent Frauen, 22 Prozent Männer).
Hinsichtlich der Produkte leben Amerikaner und Europäer in höchst unterschiedlichen Allrad-Welten. Wird der amerikanische Allradmarkt von den "Sport Utility Vehicles" (kurz: "Sport Utes" oder SUV) und den Pick Up's (kurz PUP) dominiert, so ist der europäische von klassischen Geländewagen à la Land Rover Freelander sowie von allradgetriebenen Personenwagen geprägt. Während europäische - und auch japanische - Autohersteller immer mehr Allradversionen von Pkw-Modellen anbieten, sind die "big three" in den USA (GM, Ford und Chrysler) in diesem Segment kaum vertreten. Umgekehrt spielen die in Amerika so beliebten Pick Up's in Europa praktisch keine Rolle.

