Junge Schweiz sind technisch hochgerüstet. Dies zeigt eine neue Studie über den Besitz und die Nutzung von Geräten sowie verschiedener Zugangsmöglichkeiten auf Kommunikationstechnologien. Lanciert wurde diese von der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM in Zusammenarbeit mit der Publica Data AG. Diese soll künftig jährlich erscheinen.
In 45 Prozent der Haushalte mit Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren stehen zum Beispiel zwei und mehr Computer. Im Durchschnitt der Bevölkerung ist dies nur bei rund 23 Prozent der Fall. Diese Computer von jungen Leuten sind zudem in 60 Prozent der Fälle über einen Breitbandanschluss (TV oder ADSL) mit dem Internet verbunden, während dies im Durchschnitt erst bei gut 43 Prozent der Fall ist. Diese Breitbandanschlüsse werden auch benötigt. Denn 40 Prozent der Jungen laden zum Beispiel Musikstücke auf ihren PC. Im Durchschnitt der Bevölkerung tun dies dagegen nur 15 Prozent.
In Haushalten mit 15- bis 24-jährigen Personen stehen auch deutlich öfter Mini-Disc-Recorder, Breitbild-Fernseher, Home-Cinema-Anlagen oder DVD-Player. Junge Leute nutzen die zusätzlichen Möglichkeiten der Mobiltelefone zudem überdurchschnittlich häufig. Fast drei Viertel senden oder empfangen mehrmals täglich ein SMS. Im Durchschnitt sind es nicht einmal halb so viele.
Ein weiteres interessantes Phänomen zeigt die Studie auch bei einem Vergleich zwischen den Sprachregionen. Dabei wird deutlich, dass die technologische Ausrüstung der Südschweizer Haushalte in vielen Bereichen hinter derjenigen nördlich der Alpen zurückliegt.
Die Studie
Die Studie baut auf den mittels Telefoninterviews durchgeführten Grunderhebungen für die TV-, Radio- und Internetnutzung des SRG Forschungsdienstes auf. Dazu wurden die bestehenden Fragebogen entsprechend ergänzt und angepasst. Dabei spielten vor allem die Fragen aus der Internet-Grunderhebung NetBase eine entscheidende Rolle. Die Auswertung erfolgt einmal jährlich. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse stellen eine Momentaufnahme im April 2004 dar.

