Die Werbung zu Zeiten, in denen vor allem Kinder und Jugendliche vor dem TV-Gerät sitzen, ist zu stark von Junk-Food-Produkten dominiert. Spots, die derartige Produkte bewerben, machen im Durchschnitt rund zwei Drittel des gesamten Werbeaufkommens im entsprechenden Fernsehprogramm aus. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung zum Thema Fettleibigkeit, die ein internationales Forscherteam auf dem European Congress on Obesity in Amsterdam präsentiert hat.
Bei der Analyse der TV-Werbung in insgesamt elf verschiedenen Ländern der Welt stellte sich unter anderem auch heraus, dass die USA und Deutschland in puncto Junk-Food-Werbung im Kinderprogramm derzeit die grössten Übeltäter sind. An die 90 Prozent der Clips sollen hier zu Fernsehzeiten von Kindern als ungesund betrachtete Lebensmittel bewerben. Demgegenüber findet sich der niedrigste Wert in Australien, wo lediglich die Hälfte der Werbezeit für solche Produkte aufgewandt wird. (pte)

