15.02.2007

CS/UBS

Kein Interesse an Superstar Roger Federer

Sponsert ausländische Bank bald den Tennisstar?

Erst kürzlich hatte Roger Federer einen lukrativen Sponsoringvertrag an Land gezogen. Zusammen mit Thierry Henry und Tiger Woods wirbt er neu für den Rasier-Spezialisten Gilette. Zuständig für Federers Werbeverträge ist seit bald zwei Jahren die Vermarktungsagentur IMG. Sie sorgt dafür, dass der Tennisstar auch abseits des Courts zu den Grossverdienern gehört. Neben Gilette hat IMG für "King Roger" lohnende Verträge mit Rolex, Jura oder der Schlägermarke Wilson ausgehandelt.

In einem Bereich war Federers Vermarktungsagentur bisher allerdings erfolglos: Die eidgenössische Finanzbranche scheint an einer Zusammenarbeit mit der Weltnummer eins nicht interessiert zu sein. Gemäss einem Bericht der Wirtschaftszeitung Cash hat IMG-Vizepräsident Tony Godsick in den vergangenen Monaten vergeblich versucht, bei den schweizer Grossbanken zu landen: UBS und CS haben keinen Bedarf an einem Sponsoringvertrag mit Federer. "Ein solches Engagement widerspricht der Sponsoring-Philosophie der UBS“, sagt Sprecher Rudolf Bürgin gegenüber Cash.

"Wir sind bei Alinghi im Golfsport und in der Orchestermusik engagiert. Man kann einfach nicht alles machen." Auch die CS blockt ab: "Individualsponsoring gehört nicht zur Strateige der Credit Suisse", sagt Sponsoring-Chef Adrian Schüpbach. Ausserdem stehe Ausrüster Nike im Weg: "Das Sponsoringpaket würde der CS marginale Rechte einräumen. Nike erlaubt keine anderen Marken oder Logos auf ihren Sporttrikots", so Schüpbach.


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