25.09.2006

Weko

Kein Verfahren im Streit um Cailler-Schokolade eröffnet

Preisempfehlung von Nestlé wird nicht überprüft.

Die Wettbewerbskommission (Weko) greift nicht in den Streit zwischen Denner und Nestlé ein. Die Weko eröffnet kein Verfahren im Zusammenhang mit Preisempfehlungen des Lebensmittelmultis für Cailler-Schoggi. Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Lancierung der Cailler-Schokolade Ende Februar. Die süssen Produkte wurden dabei nicht nur von Stararchitekt Jean Nouvel neu gestaltet, Nestlé erhöhte dabei auch den Abgabepreis.

Nach Angaben von Nestlé betrug die Preiserhöhung rund 0,8 Prozent. Für Denner hingegen setzte es eine Preiserhöhung von 8 Prozent ab, weil die Konditionen für den Discounter neu ausgehandelt und jenen anderer Kunden angepasst wurden. Diesen Preis wollte Denner nicht bezahlen und verbannte die Cailler-Schoggi aus seinen Regalen. Den Relaunch bezeichnete Denner-Chef Philippe Gaydoul als "Marketing-Gag".

Nestlé machte zudem den Vertriebskanälen auch unverbindliche Preisempfehlungen. Im April meldete Denner der Weko diese von Nestlé gemachten Empfehlungen. Bei diesen handle es sich um eine erzwungene Harmonisierung der Preise, erklärte eine Denner-Sprecherin im April. Das widerspreche dem Wettbewerbsgesetz eindeutig.


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