15.02.2007

Unilever

Keine Freude an Denner-Übernahme

Sorge um die Zukunft von Markenartiklern.

Nach der Übernahme von Denner durch die Migros, zeigt sich Unilever-Schweiz-Chef Alex Seidel in einem Interview mit Cash beunruhigt über die Zukunft der Markenartikler. Für sie werde es zunehmend schwieriger, ihr Produkte zu verkaufen, so Seidel. Im Schweizer Markt gebe es bereits jetzt nur zwei grosse, mächtige Anbieter, welche immer mehr auf Eigenmarken setzten. Bei der Migros seien es schon über 90 Prozent, bei Coop über 50. Die Erfahrung habe gezeigt, dass bei solchen Zusammenschlüssen die Sortimente gestrafft werden und der Anteil an Markenartikeln gesenkt wird.

Seidel hofft, dass die Wettbewerbskommission die Auswirkungen des Zusammenschlusses beurteilt, die Interessen der Konsumenten im Auge behält und dafür sorgt, dass das Angebot im Schweizer Detailhandel nicht noch weiter reduziert wird. Der Unilever-Schweiz-Chef wünscht sich neben Coop und Migros eine eigenständige dritte Kraft, wie dies bisher Denner war. Er räumt aber ein: "Die jetztige Entwicklung ist mir lieber, als wenn deutsche Discounter zum Zug gekommen wären. Das hätte das Angebot noch mehr eingeschränkt".


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