02.07.2004

Spam

Knapp ein Drittel wirbt für Medikamente

Zahl sprunghaft angestiegen.

Die Zahl der Spam-Ausbrüche pro Tag ist seit Jahresbeginn drastisch angestiegen. Nach einer Erhebung des kalifornischen Filterspezialisten Commtouch wurden zu Beginn dieses Jahres 350'000 Spam-Ausbrüche pro Tag verzeichnet. Gegenwärtig seien es bereits rund eine halbe Million, teilte das Unternehmen mit. Die meisten Junk-Mails kommen aus den USA, die meisten Spam-Server werden in China gehostet und die bevorzugten Produkte, für die in den Massenmails geworben wird, sind Medikamente.

Fast drei von zehn Spams warben im Beobachtungszeitraum für Medikamente, will Commtouch herausgefunden haben. Das Potenzmittel Viagra alleine schien in über 14 Prozent aller Massenmails auf. Spams, in denen Kredite oder Finanzierungsmöglichkeiten angeboten wurden, brachten es auf knapp zehn Prozent, Mails, in denen die Vergrößerung bestimmter Körperteile angepriesen wurde, auf knapp über sieben Prozent.

Spams sind einsprachig, fast ausschliesslich in Englisch geschrieben -- anderssprachige Spams brachten es gerade auf 5.7 Prozent vom gesamten Aufkommen. Die meisten Junkmails, nämlich knapp 56 Prozent, kommen aus den USA, gefolgt mit weitem Abstand von Südkorea (10.2 Prozent) und China (6.6 Prozent). In China stehen freilich die meisten Server, auf denen die Sites, zu denen in den Mails Bezug genommen wird, gehostet sind. Insgesamt bringt es das Riesenreich auf fast 74 Prozent aller "Spam-Server".


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