22.02.2015

Partyguerilla

Konzept verstösst gegen Gesetz

Münchner Agentur darf in der Schweiz keine Partys mit Gratis-Spirituosen beliefern.

Frei Haus liefert die Münchner Agentur Partyguerilla Bier, Rum, Zigaretten und Snacks, wenn sie die eingereichte Bewerbung für ein WG-Fest von Studenten überzeugt (Persoenlich.com berichtete).

Weil sie in der Schweiz Spirituosen aber nicht gratis abgeben darf, muss sie ihr Konzept anpassen. In Basel, Genf und Zürich wurden in den letzten Wochen insgesamt 25 Partys mit Gratis-Alkohol und Zigaretten gesponsert, wie Ramona Hettich von Partyguerilla der "NZZ am Sonntag" sagte. Ein Verfahren hat die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) deswegen nicht eingeleitet.

Die Agentur wurde aber aufgefordert, ihr Konzept zu ändern, nachdem sie die EAV über ihre Aktivitäten informiert hatte. Man habe die Münchner Werber darauf hingewiesen, dass ihr Vorgehen gegen die Werbe- und Handelsbestimmungen des Schweizer Alkoholgesetzes verstosse, hält EAV-Sprecher Nicolas Rion fest.

"Wir sind dabei, unsere Dienstleistung für den Spirituosenbereich in der Schweiz anzupassen", sagt Agentur-Sprecherin Hettich gegnüber "NZZ am Sonntag".

Partyguerilla liefert für die privaten Feste Produkte von Herstellern, mit denen sie zusammenarbeitet. Diese können so Getränke und Tabakwaren in einem privaten Rahmen testen lassen. Die Agentur hat nach eigenen Angaben an rund 1200 Festen in Deutschland seit 2013 gesamthaft über 80’000 Studenten erreicht. (lcv)

 

 


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