18.10.2005

USA

Konzerne setzen auf RFID-Chips

Kritisches Sachbuch stürmt Amazon-Verkaufscharts.

Ein Buch über Radio Frequency Idendification (RFID) und deren Verwendung in Chips stürmt derzeit die Verkaufscharts auf Amazon.com. "Spychips: How Major Corporations and Government Plan To Track Your Every Move with RFID" beschäftigt sich mit der Rolle großer Konsumgüterkonzerne wie Procter & Gamble (P&G) bei der Einführung der RFID-Chips. Die Autoren prangern RFID-Chips an, da sie nach deren Meinung direkt zu ungewollter Bespitzelung der Konsumenten nicht nur durch Marketingverantwortliche, sondern auch seitens der Regierung führen können.

Das Buch schießt sich vor allem auf P&G als Hauptverantwortlichen hinter der globalen Entwicklung der RFID-Technologie ein. Gemutmaßt wird auch, dass die Gillette-Akquisition mit dieser Technologie zu tun habe. Der Konzern streitet jeglichen Zusammenhang ab. Im Jahr 2001 meldete P&G aber ein Patent namens "Systems and Methods for Tracking Consumers in a Store Environment" an, so das Buch. Laut dem Direktor für Global Customer Business Development, Milan Turk, nimmt P&G die Privatsphäre der Kunden sehr ernst. P&G konnte von pressetext für kein Statement erreicht werden.

Eine der Autorinnen, Katherine Albrecht, kritisiert die Sicherheitskriterien der Industrie im RFID-Bereich. So auch die Hinweise auf Produktpackungen über beigefügte Chips, wie dies bereits Hewlett-Packard praktiziert. Diese werden laut Albrecht in den verkauften Druckern bereits beigefügt. Auf pressetext-Anfrage bestätigt HP-Unternehmenssprecherin (Österreich) Barbara Werwendt die Verwendung dieser Chips jedoch nur für logistische Abläufe innerhalb des Unternehmens. Über Chips in den Geräten oder den Produktpackungen der Konsumenten ist Werwendt nichts bekannt.


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