Die Schweizer Bevölkerung hat immer weniger Zeit fürs Essen, gleichzeitig steigt das Bewusstsein für gesunde Nahrungsmittel. Dies führt laut einer Studie der Universität St. Gallen zu gesellschaftlichen Herausforderungen.
"Wir haben ein Dilemma", konstatierte Studienleiter Thomas Rudolph von der St. Galler Universität am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Einerseits habe ein grosser Teil der Schweizer die Ernährung als wichtiges Thema erkannt. Gleichzeitig seien aber weniger Personen mit ihrer Ernährung zufrieden.
Die Notwendigkeit, sich rasch zu verpflegen, etwa mit sogenannten Convenience-Produkten, steige immer weiter an, sagte Rudolph. Gleichzeitig äussern viele den Wunsch nach gesundem und genussvollem Essen.
Auf dieses Problem muss laut Rudolph beispielsweise die Nahrungsmittelindustrie ihr Augenmerk richten. Gerichte zum Mitnehmen hätten ein grosses Zukunftspotenzial. Interessanterweise seien gerade diese bei den Konsumenten wenig beliebt.
Für die repräsentative Studie "Food Consumption 2008 - Ess- und Verzehrverhalten in der Schweiz" wurden zwischen Mitte bis Ende Oktober 2007 insgesamt 1074 Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt. Sie wurde zum dritten Mal durchgeführt. (sda)

