Die aus den Teppichetagen gefallenen Führungskräfte sind im Schnitt 44-jährig, stammen aus dem Finanz-, Industriesektor oder der IT-Branche und verdienten zuletzt 160'000 Franken. Sie suchen im Schnitt neun Monate, bis sie einen neuen Job finden. Dies ergab eine Umfrage der cm-p Transit AG unter 300 Führungskräften, welche zwischen September 2002 und August 2003 auf Stellensuche waren. Die Rücklaufquote betrug 60 Prozent.
"Die Führungskräfte auf Stellensuche sind hoch qualifiziert und im besten Alter", wie es in einer Mitteilung von Dienstag heisst. 41 Prozent verfügen über einen akademischen Abschluss und 45 Prozent sind Absolventen einer Fachhochschule. Zudem waren sie während 21 Jahren im Berufsleben und hatten in ihrer beruflichen Laufbahn fünf Anstellungsverhältnisse.
Mehrheit Konjunkturopfer
Die Betroffenen, 10 bis 20 Prozent davon sind Frauen, stammen zu 22 Prozent je aus dem Finanzsektor und der Industrie sowie zu 19 Prozent aus der IT-Branche. Jeder zehnte Stellensuchende arbeitete zuletzt im Handel oder der Konsumgüterindustrie. Mehr als zwei Drittel seien unfreiwillig arbeitslos: 67 Prozent wurde vom Arbeitgeber gekündigt, 25 Prozent der Kaderleute haben das Arbeitsverhältnis aus eigener Initiative aufgelöst.
Die Hauptgründe für den Stellenverlust liegen bei Unternehmen; sei dies wegen der veränderten wirtschaftlichen Situation (39 Prozent), Reorganisationen und Restrukturierungen (27 Prozent) oder neuen Führungsstrukturen (15 Prozent). Die Unternehmenskultur spielte bei 13 Prozent, unterschiedliche Auffassungen mit Vorgesetzten bei 28 Prozent ein Rolle.
Persönliches Netzwerk wichtig
Bis die Manager eine neue Stelle finden, dauert es im Schnitt neun Monate, wobei über 80 Prozent Coaching als besonders hilfreich für die Suche bezeichnen. Als ausschlaggebender Kanal für das Finden eines neuen Jobs wurde zu 44 Prozent das persönliche Netzwerk angegeben. Rund 10 Prozent landeten eine neue Stelle mit Kalt- oder Spontanbewerbungen. Oft genannt wurden auch das traditionelle Stelleninserat und das Internet. Fast die Hälfte (48 Prozent) wechselte für eine neue Stelle die Branche.

