Die Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche wächst entgegen der allgemeinen Wahrnehmung weiterhin. Haupttreiber sind digitale Werbeformate. Im Jahr 2015 stiegen die Gesamteinnahmen laut einer Studie des Beratungsunternehmens PwC um 5,6 Prozent auf 14,2 Milliarden Franken. Bis 2020 dürften sich diese sogar auf 16 Milliarden Franken belaufen.
Die Studie «Swiss Entertainment and Media Outlook 2016-2020» zeigt zudem, dass internetbasierte Inhalte immer mehr gestreamt werden. «Grosse Plattformen wie YouTube, Netflix, Spotify, Facebook und Snapchat befinden sich in der lukrativen Position, Marktregeln wie Preise oder technische Standards festzulegen», sagt Bogdan Sutter, Leiter Telekommunikation, Medien und Technologie-Beratung bei PwC Schweiz, «gleichzeitig ist auch ihr Angebot an personalisierter Werbung, die auf riesigen Datensets, Analysesystemen und Algorithmen beruht, gefragter denn je».
Die Segmente Internetzugang und Online-Werbung generieren gemäss Studie inzwischen 40 Prozent der Gesamteinnahmen der Medien- und Unterhaltungsbranche. Vor sechs Jahren seien es noch 25 Prozent gewesen und 2020 werden es bereits knapp die Hälfte sein, prognostizieren die Studienautoren.
«Neue, digitale Werbeformate erlauben bessere Messbarkeit, eine präzisere Ansprache der Zielgruppe sowie personalisierte Werbeinhalte», sagt Patrick Balkanyi, Partner und Branchenleiter Technologie, Telekommunikation, Infocomm und Medien bei PwC Schweiz, «nicht-digitale Werbeformen und allen voran traditionelle Konsumentenmagazine und Tageszeitungen geraten dabei stark unter Druck - und dies schneller als erwartet». (sda/awp)

