Mehr als 2100 Klagen sind 2009 bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) wegen des vermuteten Missbrauchs von Domain-Namen eingegangen. Innert zehn Jahren war die Organisation mit 17'000 Streitfällen konfrontiert. Die 2107 Klagen des letzten Jahres stellen einen Rückgang um 9,5 Prozent im Vergleich zu 2008 dar, wie die WIPO mitteilte. Zusammen ergeben die beiden Jahre aber den neuen Rekord von rund 4700 Klagen.
2008 hatte die Hotelgruppe Inter-Continental mit 1542 Klagen gegen Domain-Namen bei weitem die meisten Beschwerden eingereicht. 24 Prozent der Klagen wurden vor einem Entscheid der Experten geregelt. Von den übrigen Streitigkeiten endeten 87 Prozent in einem Transfer der Namen zum Kläger, bei 13 Prozent wurde die Klage abgewiesen. Die Vereinigten Staaten, Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und die Schweiz waren die Hauptherkunftsländer der Klagen. Die Gegenseite rekrutierte sich aus den USA, Grossbritannien, China, Kanada, Spanien und Südkorea.
Die meisten Beschwerden stammten aus den fünf Tätigkeitsfeldern Biotechnologie und Pharma, Banken und Finanzen, Internet und Informatik, Detailhandel und Lebensmittel sowie Getränke und Restaurants.

