24.04.2004

Umfrage

Mehrheit will einen Preisüberwacher

Deiss hält an "Monsieur Prix" fest.

70 Prozent der Schweizer Bevölkerung wollen gemäss einer Umfrage weiterhin einen Preisüberwacher, und fast 40 Prozent möchten ihm mehr Kompetenzen geben. Für 15 Prozent der Befragten gehört der Preisüberwacher abgeschafft. 33 Prozent der Befragten wollen die Kompetenzen des Preisüberwachers auf dem heutigen Stand belassen. Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic befragte im Auftrag der Tageszeitung Blick in der Deutsch- und der Westschweiz 600 Personen.

Volkswirtschaftsminister Joseph Deiss will am Preisüberwacher festhalten. "Monsieur Prix" könne seine Aufgabe in der heutigen Form am besten erfüllen, erklärte Deiss in einem Interview mit der Basler Zeitung vom Samstag. Preisüberwacher und Wettbewerbskommission hätten unterschiedliche Aufgaben, kommentierte Deiss die Erwägung des Bundesartes, zu prüfen, ob die Aufgaben des Preisüberwachers nicht in die Wettbewerbskommission intergriert werden könnten.

Andere Modelle für die Preisüberwachung seien zwar durchaus möglich, sagte Deiss. Das Gesetz schreibe aber vor, dass der Bundesrat einen Preisüberwacher einzusetzen habe. Sparpotenzial biete die Streichung des Postens nicht, denn das Amt von "Monsieur Prix" sei sehr sparsam ausgestattet.

Voraussichtlich keine 'Madame Prix'


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