10.10.2012

Red Bull

Millionen-Flugshow mit Baumgartner

Stratos-Mission ist ein Riesengeschäft.

Der Extremsportler Felix Baumgartner springt auch diesen Donnerstag nicht aus 36 Kilometern Höhe und muss seinen Rekordversuch womöglich auf 2013 verschieben. Den geplanten Stratosphärensprung sagte er ab, weil die Wettervorhersage zu ungünstig sei.

Der 43-jährige Salzburger will als erster Mensch aus 36 Kilometern Höhe springen und im freien Fall die Schallmauer durchbrechen. Das Gelingen hängt von idealen Wetterverhältnissen ab. Am Dienstag wurde ein geplanter Start erst über Stunden verzögert und dann in letzter Minute abgebrochen.

Für den Sponsor Red Bull hat sich die Aktion bisher trotzdem gelohnt: Zahlreiche Fernsehstationen übertrugen den gescheiterten Versuche am Dienstag und Mittwoch stundenlang live, das Thema dominierte auch die Print-, Radio- und Internetmedien. Der zu Red Bull gehörende Privatsender Servus TV holte mit 222'000 Zuschauern in Österreich eine Rekordquote, die dazugehörige Homepage zählte den Tag über gut 604'000 Videoabrufe.

Der Energy-Drink-Konzern gibt zwar keine genauen Zahlen bekannt, Experten schätzen die Kosten für das Stratos-Engagement aber auf rund 50 Millionen Euro. Dieser Summe stehen laut "Blick am Abend" Einnahmen von mehreren Milliarden gegenüber. Einerseits ist der Image-Gewinn riesig, andererseits verdient Red Bull direkt: Der eigene Sender Servus TV überträgt mehrheitlich exklusiv. Zudem ist der Onlineshop des Getränkeherstellers voll mit teuren Merchandising Produkten zur Mission. (sda/blickaa)


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