Feldschlösschen konzentriert seine Mineralwasser-Produktion in Rhäzüns GR. Die Abfüllung von Arkina in Yverdon-les-Bains VD wird deshalb im ersten Quartal 2008 nach Rhäzüns verlagert, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Arkina weise keinen Bezug zu einem Herkunfts- oder Quellort auf, betont Feldschlösschen. Deshalb könne Arkina auch in Rhäzüns gewonnen werden.
Das Mineralwasser Arkina wird mit der bisherigen Etikette aber ohne Verweis auf Yverdon-les-Bains vertrieben, wie Feldschlösschen-Sprecher Markus Werner auf Anfrage sagte. Die Quelle in Yverdon wird künftig nicht mehr genutzt. Was mit der Quelle geschieht, hat Feldschlösschen noch nicht entschieden.
Feldschlösschen begründet seinen Entscheid mit dem hohen Investitionsdruck im PET-Bereich. Ausserdem könnten die vorhandenen Ressourcen am Standort Rhäzüns mit der Verlagerung optimal genutzt werden. Von den drei Quellen in Graubünden würden heute erst zwei genutzt. Für Arkina werde die dritte Quelle 2008 neu erschlossen.
Die Marke Arkina ist stark in der Geschichte Yverdons verankert. Arkina wurde 1921 von Puzant Maraff gegründet. Der aus Armenien stammende Ägypter gab der Gesellschaft den Namen der Stadt Arkina, der Sommerresidenz der armenischen Könige im Mittelalter und berühmt für ihr Wasser.
Von der Schliessung in Yverdon sind 18 Mitarbeitende betroffen. Mitarbeiter älter als 60 Jahre und Mitarbeiterinnen älter als 59 Jahre würden vorzeitig pensioniert, schreibt das Unternehmen in einem Communiqué. Die übrigen Personen erhielten ein Stellenangebot von Feldschlösschen, vorab in Freiburg oder Givisiez FR. Die Zahl der Beschäftigten in Rhäzüns bleibe bei 57. (sda)

