Die Inhaber der Molecular Partners AG haben den diesjährigen "Swiss Technology Award" gewonnen. Geehrt wurden die beiden Zürcher Biochemiker für die Entwicklung einer neuen Technologie für das Design und die Produktion von Biomolekülen. Die Jury gelangte zur Überzeugung, dass mit der neuen Klasse künstlicher Rezeptormolekühle der Weg frei wird für bessere diagnostische Tests, wie sie am Mittwoch anlässlich der Verleihung mitteilte. Bessere Untersuchungen könnten damit in der Schwangerschaft und für Erfolg versprechende Therapien von Krebs und Rheuma durchgeführt werden. Im Unterschied zu den heute gängigen Antikörpern werden die Proteine zielgenau am Compter entworfen und synthetisch im Reagenzglas hergestellt -- ohne Tiere und lebendige Zellen.
Die weiteren Finalisten
Neben Molecular Partners waren drei weitere Unternehmen in den Final gelangt. Dazu gehört das Forschungszentrum der ABB Schweiz AG in Baden-Dättwil für den ersten, voll praxistauglichen faseroptischen Stromsensor. Die Mecartex SA aus Losone wurde für einen neuen 3-D Messekopf mit Nanometer-Auflösung nominiert. Damit kann die Qualität kleinster Werkstücke, wie sie in Handys oder Uhren eingebaut werden, mit einer bisher nicht erreichten Genauigkeit gemessen werden. Das Projekt erhielt in der Kategorie "Zukunft erfinden" einen mit 10'000 Fr. dotierten Sonderpreis der Vontobel-Stiftung.
Das Paul Scherrer Institut und die ETH Zürich kamen in die engere Wahl für ihren neuen SCR-Katalysator, der über 90 Prozent der Stickoxide in den Abgasen von Dieselmotoren unschädlich macht. Das Projekt erhielt in der Kategorie "Ressourcen schonen" einen Sonderpreis (10'000 Fr.) der ABB Schweiz AG.
Kriterien und Aussichten

