14.05.2014

Best Swiss Brands 2014

Nescafé ist und bleibt unangefochtene Nummer Eins

Die Interbrand-Studie zeigt die 50 wertvollsten Schweizer Marken.

Nescafé bleibt auch in diesem Jahr unangefochten die Nummer Eins von Interbrands Best Swiss Brands. Die Kaffeemarke führt vor Roche und dem Mutterhaus Nestlé die Rangliste der 50 wertvollsten Schweizer Marken 2014 an. Dies zeigt die Interbrand Studie, die wieder gemeinsam mit dem Schweizer Wirtschaftsmagazin "Bilanz" veröffentlicht wurde. 

Nescafé ist, trotz weiter schwindenden Markenwertes, mit einem Wert von 10,242 Milliarden Franken nach wie vor die weltweit führende Kaffeemarke und damit die wertvollste Schweizer Marke 2014 ist. Auf Platz zwei folgt mit einem um 12 Prozent auf 8,569 Milliarden Franken gestiegenen Markenwert, Roche. Der neue dritte Rang wird in diesem Jahr von Nestlé belegt, mit einem Markenwert von 7,238 Milliarden Franken. Damit verdrängt der Lebensmittelhersteller die frühere Nummer drei Novartis. Das Pharmaunternehmen fällt, trotz eines um vier Prozent gestiegenen Markenwertes, auf Rang vier.

Der Gewinner des diesjährigen Rankings ist Julius Bär. Der Markenwert des Bankhauses macht einen Sprung um 19 Prozent auf 2,061 Milliarden Franken. Dies liege zum einen an den im Unternehmen gelebten Werten, der Performance sowie der Übernahme des Vermögensverwaltungsgeschäftes von Merrill Lynch im Jahr 2012, heisst es in der Mitteilung.

Über ebenfalls hohe Wertzuwächse von 16 bzw. jeweils 13 Prozent können sich Hublot (auf 349 Millionen Franken) sowie Lindt (auf 2,121 Milliarden Franken) und Swatch (auf 853 Millionen Franken) freuen. Vor allem Swatch kann damit einen leichten Vorjahresverlust wieder ausgleichen. Aufgrund der insgesamt stark gestiegenen Werte bei den meisten Marken im Ranking sowie sechs starken Neueinsteigern, fallen Julius Bär, Hublot, Lindt und Swatch dennoch um einige Plätze in der Gesamtwertung zurück.

Die Neueinsteiger des Jahres 2014 
Erfolgreicher Einsteiger ist Asea Brown Boveri, kurz ABB. Der Konzern für Energie- und Automatisierungstechnik mit Hauptsitz in Zürich gehört seit Jahrzehnten zu den Aushängeschildern der Schweizer Industrie. ABB schiebt sich mit einem Markenwert von 4,929 Milliarden franken direkt auf Rang sieben.

Neben ABB schaffen es fünf weitere Marken neu ins Ranking. Swiss Re (1,948 Milliarden Franken) ist der zweitgrösste Rückversicherer der Welt und steht auf Rang 17. Syngenta setzt sich für Ernährungssicherheit ein und will mit der Initiative "The good growth plan" Themen wie Nahrungsmittelknappheit sowie ökologische und sozialpolitische Probleme aktiv angehen. Syngenta steigt mit einem Markenwert von 1,856 Milliarden Franken auf Rang 18 ein. Der Baumaterialhersteller Holcim (1,246 Milliarden Franken) hat sich eine bemerkenswerte Markenpersönlichkeit aufgebaut und es so unter die 50 besten Schweizer Marken geschafft. Holcim steht auf Rang 23. Die Marke Sandoz (1,106 Milliarden Franken) verschwand für drei Jahre in der Versenkung, als seinerzeit aus Ciba-Geigy und Sandoz Novartis entstand, um dann als Novartis' Brand für Generika ein Comeback zu feiern und gleich auf Rang 25 in die Best Swiss Bands einzusteigen. Ausserdem neu im Ranking ist Sulzer (320 Millionen Franken) auf Rang 41.

Starke Branchen 
Die Luxusgüterindustrie, mit der nach wie vor dominanten Schweizer Uhrenindustrie, konnte erneut zulegen. Neben Hublot und Swatch gewinnen vor allem Vacheron Constantin (plus 12 Prozent), Longines (plus 11 Prozent) und Breguet (plus 10 Prozent) besonders an Markenwert hinzu. Rolex mit 7,211 Milliarden Franken auf Rang Fünf und Omega mit 3,709 Milliarden Franken auf Rang Neun festigen ihre Top 10 Platzierungen weiter mit Markenwertzuwächsen von neun bzw. elf Prozent. Einzig Davidoff muss einen Markenwertverlust von sechs Prozent auf 1,749 Milliarden Franken hinnehmen. Verlangsamtes Wachstum im asiatischen Raum führte dazu, dass hochpreisige Uhrenmarken Marktanteile abgeben mussten, zu Gunsten von günstigeren Marken wie Tissot, Longines und Rado.

Nur die Chemie- und Pharma-Branche zeigt sich mit einem Gesamtwachstum von rund 28 Prozent noch erfolgreicher. Grund dafür sind, neben den guten Performances von Roche und Novartis, auch die neu eingestiegenen Marken Syngenta und Sandoz.

Sehr gut entwickelt hat sich auch der Finanzdienstleistungssektor. Die insgesamt elf Marken – sieben Banken und vier Versicherungsunternehmen – konnten ihren Gesamtmarkenwert um über vier Prozent steigern. Die Credit Suisse (3,733 Milliarden Franken) und die UBS (3,700 Milliarden Franken) können, trotz schwieriger Umstände, ihren Markenwert halten bzw. im Falle von UBS leicht steigern und belegen damit die Plätze acht und zehn. Neben dem erfolgreichen Neueinsteiger Swiss Re, entwickeln sich auch die anderen Versicherungsunternehmen positiv. So kann die Zurich ihren Brand Value um drei Prozent auf 3,627 Milliarden Franken steigern. Auch Die Mobiliar (295 Millionen Franken) und Swiss Life (270 Millionen Franken) verbessern sich um sieben bzw. neun Prozent.

Austritte aus dem Ranking 2014 
Durch die insgesamt guten Ergebnisse vieler Marken im Ranking und der erfolgreichen Neueinsteiger, ist es einigen Marken nicht gelungen sich in den Best Swiss Brand zu halten. Nicht mehr unter den Top 50 sind Sika, Tally Weil, Franke, La Prairie, Kaba und Emmi. (pd)


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