Die Grossbank UBS hat nicht nur in ihrer Bilanz verloren, sondern auch beim Markenwert. Im Ranking 2009 des Wirtschaftsmagazins "Bilanz" ist der Wert der Marke UBS gegenüber 2007 um 39,3 Prozent auf 7,56 Mrd. Franken geschrumpft. Die Grossbank steht zwar noch an zweiter Stelle der wertvollsten Marken der Schweiz, wie es im Vorabdruck des am Freitag veröffentlichten Interbrand-Rankings heisst. Doch der Schaden beim Investmentbanking schlage auf die Glaubwürdigkeit der gesamten Bank. Langfristig müsse sich die Marke UBS neu erfinden.
Die CS dagegen hat im Zweijahres-Vergleich kräftig zugelegt, nämlich um 68,8 Prozent auf 6,816 Mrd. Franken. Die Finanzkrise wirkte sich auf ihr Image weniger stark aus. Gelohnt hat sich für die CS, auf eine einzige Marke zu setzen. Sie belegt die vierte Position der Rangliste. Gewonnen haben die Banken Julius Bär (+247,5 %, 1,558 Mrd. Fr.), Raiffeisen (+462,1 %, 786 Mio. Fr.) und Vontobel (+952,8 %, 607 Mio. Fr.). Julius Bär belegt im Ranking Platz 11 (2007: 21), Raiffeisen Platz 17 (39) und Vontobel Platz 19 (48).
Nescafé auf Platz Eins
Wertvollste Schweizer Marke ist auch 2009 Nescafé. Der Anstieg um 5,8 Prozent auf 16,303 Mrd. Franken ist dem Wachstum in Schwellenländern und der Erweiterung der Marke zu verdanken. Auf Platz 3 liegt der Nahrungsmittelkonzern Nestlé mit einem Wert von 6,973 Mrd. Franken (+8,1 Prozent). Ebenfalls zu den Top-Ten gehören wie schon vor zwei Jahren Zurich (ZFS), Rolex, Swisscom und Omega. Neu in den vordersten Rängen sind Davidoff und der Schokoladehersteller Lindt. An Wert eingebüsst haben neben der UBS auch Adecco (-18,3 Prozent), Logitech (-6,5 Prozent) und Swiss Life (-4,9 Prozent).
Nicht mehr bewertet wurden ABB, Swiss Re und Ciba, weil sie kaum Endkundengeschäfte betreiben. Auch Novartis und Roche sind nicht mehr dabei. Grund ist, dass sie mehr mit Produktenamen als mit der Unternehmensmarke werben. Die weltweit wertvollste Marke war 2008 wie schon 2007 Coca Cola. Ihr Wert belief sich auf 66,7 Mrd. Dollar, 2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dahinter folgen IBM und Microsoft, die ebenfalls an Wert zulegten. Von den Schweizer Marken schaffte es keine unter die Top-20 der Welt. (sda)

(Quelle: Bilanz)

