10.03.2006

Swiss-Pasta

Nur die Italiener essen mehr Teigwaren

Teigwarenimporte nehmen zu.

Noch nie haben die Schweizer so viel Pasta gegessen wie im vergangenen Jahr: 75'348 Tonnen wurden verspiesen. Das sind 3.2 Prozent mehr als 2004 oder 10.06 Kilogramm pro Kopf. Im Vorjahr waren noch 9.8 kg pro Kopf gegessen worden. Jeder Einwohner der Schweiz habe im letzten Jahr rund 100 Pasta-Teller verzehrt, teilte die Vereinigung der Schweizerischen Teigwarenindustrie (Swiss Pasta) am Freitag in einem Communiqué mit. Damit sind die Schweizer die zweitgrössten Pastaliebhaber in Europa.

Nur die Italiener würden noch (viel) mehr Nudeln essen, sagte Swiss-Pasta-Geschäftsführer Beat Hodler auf Anfrage: Pro Kopf kämen im südlichen Nachbarland rund 24 kg auf den Tisch. Die italienische Pasta wird auch hierzulande immer beliebter. Die gesamten Teigwarenimporte der Schweiz hätten im vergangenen Jahr um 1.6 Prozent auf den neuen Höchststand 27'677 Tonnen zugenommen. Davon stammten 85 bis 90 Prozent aus Italien, sagte Hodler.

Importrekord

Trotz des neuen Importrekordes ging der Anteil der Einfuhren am Gesamtverbrauch erstmals seit Jahrzehnten wieder leicht von 37.3 auf 36.7 Prozent zurück. Denn die in Swiss Pasta zusammengeschlossenen acht inländischen Hersteller konnten die Inlandverkäufe noch stärker steigern (+4.2 Prozent auf 47'671 Tonnen). Insgesamt stellten die hiesigen Produzenten 52'655 Tonnen Pasta her. Das sind 3.4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Während die Inlandverkäufe deutlich zulegten, geht die Krise bei den Ausfuhren weiter: Die Exporte schrumpften im letzten Jahr um 3.8 Prozent auf 4'984 Tonnen. Damit sind die Ausfuhren erstmals seit den 80er-Jahren wieder unter die Grenze von 5'000 Tonnen gefallen.


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