Spektakulär sieht es aus: Am letzten Donnerstag liess Sunrise in Zürich 30'000 Luftballone in die Höhe steigen. Mit der Werbeaktion bedankte sich das Telekomunternehmen, weil es im Netztest der deutschen Zeitschrift "Connect" für seine guten Service gelobt wurde. Doch was so schön bunt und leicht in den Himmel fliegt, fällt auch irgendwann und irgendwo wieder herunter. In diesem Fall waren es die Bergen südöstlich der Limmatstadt, wie tagesanzeiger.ch berichtet.
Kritisiert wird die Werbe-Aktion von der Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness: Gemäss mehreren Tourenberichten seien etwa im Gebiet rund um den Wägitalersee, aber auch im Engadin viele Ballonreste und Schnüre in den Sunrise-Farben gefunden worden. Bis diese Plastikreste abgebaut seien, könne es Jahre dauern. Die Ballone würden deshalb eine Gefahr für wild lebende Tiere darstellen und zudem Sömmerungsweiden verschmutzen.
Man habe die Aktion nicht zu Ende gedacht - ein Fehler, der in einer grossen Firma wie Sunrise nicht passieren dürfe.

Sunrise bestreitet laut dem Tagi auf ihrer Facebook-Seite die Vorwürfe: Die Luftballone seien aus reinem Naturkautschuk und daher ungiftig, biologisch abbaubar und somit umweltverträglich. Man bedauere jedoch, dass bei den Bändeln und Verschlüssen keine biologisch abbaubaren Materialien verwendet worden seien. (tagesanzeiger.ch/set)

