21.01.2008

Studie

Preis-Aktionitis schadet dem Detailhandel

Profilierung über Mehrwert ist angesagt.

"Eine Profilierung, die nicht über den Preis erfolgt, ist die zentrale Herausforderung für den Schweizer Detailhandel", sagte Thomas Rudolph, Professor an der Universität St. Gallen, am Montag in Zürich anlässlich der Präsentation einer Studie zu Konsumententrends in der Schweiz. Preis-Aktionitis dagegen schade dem Schweizer Detailhandel. Deshalb ist laut einer Studie der Universität St. Gallen künftig Profilierung angesagt. Diese soll über das Anbieten von Mehrwert erreicht werden.

"Preisaktionen generieren kaum Neukunden, der Gesamtbedarf an Waren wird nicht gesteigert. Somit kaufen dieselben Kunden die gleichen Mengen zu einem günstigeren Preis - und der Umsatz sinkt", führte Rudolph aus. Diesem Trend soll mit der Schaffung von "Profil durch Mehrwert" entgegengetreten werden. Befragt bei der Profilierung seien Innovation und nicht Imitation, sagte Rudolph weiter. Wichtig bei der Profilierung seien Mehrwertkonzepte. Diese müssten emotional, transparent und verständlich kommuniziert werden.

Vermitteln lasse sich Mehrwert nur, wenn sich das Erlebte positiv vom Erwarteten abhebe, also Überraschungen geschaffen werden. Dazu brauche es starke emotionale Reize, sagte Rudolph. Als gelungenes Mehrwertkonzept führte Rudolph "Nespresso" an. Hier sei auch das immer wichtiger werdende "Store Branding" mit seinem ganzheitlichen Ansatz gelungen. Für grosse Unternehmen wie etwa Migros oder Coop mit ihrer hohen Komplexität sei es schwierig, ein klares Profil aufzubauen, sagte Rudolph. Für kleinere Unternehmen sei dies einfacher.


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