06.07.2023

Post

Preise für Briefe und Zeitschriften werden erhöht

Aufgrund der Rückgänge der Geschäfte am Postschalter steigen ab dem 1. Januar 2024 die Preise für Briefe, Pakete und Zeitungszustellung. Zudem soll die Post effizienter werden.
Post: Preise für Briefe und Zeitschriften werden erhöht
Laut dem Preisüberwacher gelten die Tariferhöhungen bei der Post für einen Zeitraum von zwei Jahren. (Bild: Post)

Die Post erhöht Anfang 2024 die Preise für Briefe und Pakete. A- und B-Post-Briefe werden je 10 Rappen teurer, Priority- und Economy-Pakete kosten künftig 1.50 Franken mehr. Der Preisüberwacher hat den Erhöhungen zugestimmt.

Zudem erhöht die Post per 1. Januar 2024 die Mengenpreise für abonnierte Tageszeitungen sowie wöchentlich und vierzehntäglich erscheinende Zeitungen und Zeitschriften um 1,8 Rappen je Exemplar, wie es auf Anfrage bei der Post heisst.

Die Preiserhöhungen seien zum einen aufgrund der anhaltenden Rückgänge der Briefmengen und der Geschäfte am Postschalter notwendig, teilte die Post am Donnerstag mit. Zum anderen verursache die aktuelle Teuerung der Post erhebliche Mehrkosten bei Energie, Transport, Material und Löhnen.

Nur Teile dieser zusätzlichen Kosten gebe sie an die Kundinnen und Kunden weiter, schreibt die Post in ihrer Mitteilung. Sie werde deshalb einen gewichtigen Teil ihrer Zusatzkosten mittels Effizienzmassnahmen kompensieren müssen.

Der Preisüberwacher teilte mit, er habe die Forderungen der Post «deutlich bremsen» können. Im Ergebnis der Verhandlungen seien die Preiserhöhungen rund 70 Millionen tiefer ausgefallen, als von der Post beantragt.

So habe die Post die Preise für einen A-Post-Standardbrief von heute 1.10 auf 1.40 Franken anheben wollen. Nun habe man sich auf 1.20 Franken geeinigt. Und der Tarif für einen B-Post-Standardbrief steige von heute 0.90 Franken auf einen Franken statt wie von der Post beantragt auf 1.10 Franken.

Der Preisüberwacher anerkennt aber laut seiner Mitteilung ein «wirtschaftlich herausforderndes Umfeld» für die Post. Es gebe Kostensteigerungen und einen Mengenrückgang an Briefen und Postschaltergeschäften.

Das von der Post bei ihm eingereichte Preis- und Massnahmenpaket hätte dem Unternehmen 181,7 Millionen Franken Mehreinnahmen eingebracht. Laut dem Preisüberwacher gelten die Tariferhöhungen ab dem 1. Januar 2024 für einen Zeitraum von zwei Jahren.

Post will Sparziel steigern

Die Post weist in ihrer Mitteilung auch darauf hin, dass die Schaltergeschäfte in den Postfilialen zurückgehen. Der Zahlungsverkehr habe allein im Jahr 2022 um 15 Prozent abgenommen.

Die Post werde nun den Gürtel enger schnallen müssen, sagt Post-Chef Roberto Cirillo laut Mitteilung. Die Post werde über das bereits gesteckte Sparziel von 300 Millionen Franken bis 2030 hinaus noch effizienter werden müssen.

Auf Anfrage sagte dazu Post-Mediensprecherin Jacqueline Bühlmann, in der Strategie «Post von morgen» habe sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Arbeitsplätze mindestens auf dem heutigen Stand zu halten.

«Wir rechnen noch immer damit, dass wir infolge von Pensionierungen und freiwilligen Austritten bis Ende 2026 rund 11'000 Stellen nachrekrutieren müssen. Hier haben wir einen grossen Hebel, wenn es notwendig wäre, die natürliche Fluktuation zu nutzen, um beispielsweise Stellen verzögert nachzubesetzen. Personalabbau wollen wir wenn immer möglich vermeiden.» (sda/yk)


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KOMMENTARE

Erich Heini
07.07.2023 13:49 Uhr
'Die Post' ist kein Unternehmen, sondern de facto weiterhin ein geschützter Bundesbetrieb. Er darf es sich erlauben, die Tarife ständig zu erhöhen und die Dienstleistungsqualität im Gleichschritt zu reduzieren (siehe Leerungszeiten der verminderten Zahl von Briefkästen). Viele von den noch verbliebenen Postfilialen schliessen zwischen 12 und 13.30. Wie es immer schon war. Grosse Spitze ist 'Die Post' bei ihrer Werbung....Ironie off. Noch etwas: 'Die Post' ermittelt regelmässig die Zufriedenheit ihres Personals (das ich schätze), aber nie die Zufriedenheit der Kunden.
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