17.01.2006

Studie

Rückläufiger Umsatz im Getränkemarkt

Warm- und Milchgetränke trotzen dem Trend.

Alkoholfreie wie alkoholhaltige Getränke (ohne Wein) entwickelten sich im letzten Jahr bezüglich Umsatz negativ. Ausnahmen bilden allgemein Warm- und Milchgetränke und speziell die beiden Teilmärkte Sport- /Energydrinks sowie Milchmischgetränke, welche sich durch Innovationen und Neulancierungen auszeichnen. Dies ergibt eine Studie von AC Nielsen.

Total wurde im Detailhandel Schweiz (ohne Horeka und ohne Tankstellen und Kioske) im letzten Jahr mit Getränken ein Umsatz von 2’897 Mio. Franken erzielt (Woche 47 2004 - 45 2005). Bei Softdrinks und Mineralwasser hat der Umsatz gegenüber dem Vorjahr (Woche 47 2003 - 46 2004) um 0.9 Prozent abgenommen und liegt bei 1'084 Mio. Franken. Süsswasser ist mit 4.5 Prozent am Stärksten rückläufig, Mineralwasser, Frucht- und Gemüsesäfte und Ice Tea sind leicht rückläufig. Im diesem Segment positiv entwickelt haben sich Sport- und Energydrinks, sie verzeichnen mit heute 79 Mio. Franken ein Umsatzplus von 28.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Getränkemarkt unterliegt saisonalen Einflüssen. Die im Vergleich zu anderen Jahren eher unterdurchschnittlichen Temperaturen in den Sommermonaten Juli und August (Quelle: Meteo Schweiz) hatten auch einen Einfluss auf die Entwicklung in diesem Markt. Bei den Warm- und Milchgetränken sieht die Entwicklung anders aus. Umsatzmässig am Stärksten zulegen konnten die sogenannten Milchmischgetränke. Der Umsatz in diesem Teilmarkt liegt in diesem Jahr bei 129 Mio. Franken, was ein Umsatzplus von 11 Prozent bedeutet.

Auch die Teilmärkte Bohnenkaffee, löslicher Kaffee, Tee und Kraftnährmittel entwickeln sich positiv. Einzig der Teilmarkt Milch hat mit einer Umsatzeinbusse von 4 Prozent zu kämpfen. Bei den alkoholhaltigen Getränken (ohne Wein) müssen Umsatzeinbussen verzeichnet werden. Nur wenige Teilmärkte wie zum Beispiel Bier konnten den Umsatz leicht steigern. Der Bereich Alco Pops verliert an Umsatz. Mit erzielten 7 Mio. Franken Umsatz liegen 39.4 Prozent unter dem Niveau des letzten Jahres.


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